Die Stadt Kolomna ist seit jeher bekannt für ihre Traditionen der Imkerei und Honigbrauerei. Die NPO „Kolomyanka“ hat sich der Wiederbelebung dieser alten Bräuche angenommen und ein Museum mit dem Titel „Geheimnisse der kolomensker Medowuscha“ eröffnet. Das Museum befindet sich im Anbau eines Kaufmannshauses aus dem 19. Jahrhundert, das dem Kaufmann und Mäzen Semen Vasilievich Makeev gehörte. In diesem historischen Gebäude sind die Weinkeller erhalten geblieben, die von den Organisatoren des Museums restauriert wurden. Sie haben die Atmosphäre jener Epoche nachgebildet und die Keller für Besucher geöffnet.
In Russland wurden Medowuscha die Keller genannt, in denen Honigvorräte gelagert und honighaltige Getränke zur Reifung aufbewahrt wurden. Solche Keller gab es in fast jedem Boyaren- und Kaufmannshaus.
Im Keller empfangen die Gäste eine Schlüsselmeisterin, einen Imker und einen Honigbrauer, die über die Geschichte der Imkerei in Kolomna, alte russische Bräuche, Erwähnungen von Honig in alten Chroniken und Epen sowie darüber, wie man Honig nach dem „Domostroi“ braut, erzählen.
Unter der Anleitung des Honigbrauers können die Besucher selbst einen honighaltigen Sbiten nach einem alten russischen Rezept zubereiten und verschiedene Honigsorten probieren. Im Museum gibt es den Laden „Goldene Wabe“, in dem man verschiedene Produkte auf Honigbasis erwerben kann, darunter Lebkuchen, Sirupe, Sbiten, Balsame und sogar natürliche Honigweine.
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