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Montreux Palace (Schweiz)

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In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Schweizer Riviera, zu der Lausanne, Vevey, Montreux und Morges gehören, zu einem beliebten Ort für Stars, die Ruhe suchten. Unter ihnen waren Charlie Chaplin, Gabrielle Chanel und Audrey Hepburn. Auch Vladimir Nabokov fand hier Gemütlichkeit, ebenso wie Chanel, und bevorzugte es, in einem respektablen Hotel zu wohnen.

Der Umzug Nabokovs in die Schweiz wurde durch die finanzielle Unabhängigkeit möglich, die er nach dem Erfolg von "Lolita" und der Arbeit an einem Drehbuch zu Beginn der 1960er Jahre erlangte. Dies ermöglichte es ihm, die Lehre in den USA aufzugeben und nach Europa zurückzukehren. 1961, auf Reisen mit seiner Frau Vera durch Europa, suchte er einen neuen Wohnort. Der Kanton Waadt in der Schweiz stellte sich als geeignete Option heraus: In Genf lebte seine Schwester Elena, und in Italien arbeitete sein Sohn Dmitri.

Der Regisseur Peter Ustinov, ein neuer Bekannter der Nabokovs, schlug ihnen vor, im Hotel Montreux Palace zu wohnen. Dieses luxuriöse Hotel, das 1906 am Ufer des Genfersees erbaut wurde, wurde ihr vorübergehendes Zuhause. Zunächst mieteten sie mehrere Zimmer, und ein Jahr später zogen sie in eine mehrzimmerige Suite mit Balkon, der auf den See hinausging.

Letztendlich wurde die vorübergehende Unterkunft dauerhaft, und die Nabokovs lebten bis zum Tod des Schriftstellers im Jahr 1977 im Hotel. Sie führten ein zurückgezogenes Leben und empfingen selten Gäste und Journalisten. Vera war seine Schachpartnerin, Sekretärin und fast einzige Gesprächspartnerin. Nabokov arbeitete viel im Zimmer oder auf der Terrasse, und zur Entspannung spazierte er durch die Stadt und am Ufer entlang. Das Ehepaar ist auf dem Friedhof in Clarens, nahe Montreux, begraben.

Fotos aus den 16 Jahren, die sie in der Schweiz verbrachten, zeigen Nabokov bei der Arbeit oder mit einem Schmetterlingsnetz in den Alpen. Ein Film ist erhalten geblieben, in dem er mit Vera durch das Hotel spaziert, Schach spielt, sich sonnt und "Lolita" in zwei Sprachen liest. Es gibt auch Aufnahmen, in denen er Schmetterlinge am Matterhorn fängt.

Ein Grund für den Umzug in die Schweiz war die reiche alpine Fauna. Nabokov interessierte sich für Lepidopterologie nicht weniger als für Literatur. Er entwickelte eine Theorie zur Evolution der Polyommatus-Blues, die später von Wissenschaftlern bestätigt wurde. In Shorts und Strümpfen, mit einem Netz in der Hand, machte er sich auf die Suche nach seltenen Schmetterlingen in den Alpen. Seine Sammlung von über 4000 Exemplaren wird im Zoologischen Museum von Lausanne aufbewahrt, ist aber derzeit nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Ein Spaziergang zu den Orten Nabokovs an der Genfer Riviera sollte im Montreux Palace beginnen. Das Zimmer, in dem die Nabokovs wohnten, mit Retro-Möbeln und Blick auf den See, ist immer belegt. Die Ballsäle im Stil der Belle Époque sind jedoch für Besuche geöffnet. In den Fluren kann man Fotos des Schriftstellers sehen: auf dem Balkon, im Sessel, bereit zur Schmetterlingsjagd.

Geo-Punkt

Монтре Палас (Швейцария)

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