Die Werkstatt für die Reparatur von Wagen ist das älteste Gebäude des Miusser Straßenbahnhofs. Sie wurde bereits für die städtische Pferdebahn genutzt und ist seit der Gründung des Komplexes des Miusser Parks der Pferdebahnen im Jahr 1874 erhalten geblieben. Aus funktionaler Sicht ist dieses Gebäude einzigartig für Moskau, da es keine anderen Objekte gibt, die mit Pferdebahnen und dem öffentlichen Verkehr der vor-elektrischen Ära in den städtischen Denkmälerverzeichnissen verbunden sind. Seit 2017 ist die Werkstatt als Objekt des kulturellen Erbes von regionaler Bedeutung anerkannt, ebenso wie andere Gebäude des Komplexes.
Dieses rechteckige zweigeschossige Backsteingebäude mit Anbauten für einen Schuppen und eine Schmiede wurde in den Jahren 1876 und 1878 erbaut. Es beherbergte Werkstätten, das Büro des Pferdebahnhofs, eine Sandtrocknungsanlage, Lagerräume und eine Kantine. Im 20. Jahrhundert wurde das Gebäude umgebaut und wurde seit den 1950er Jahren, nach der Umnutzung des Straßenbahndepots, für die Reparatur von Trolleybussen verwendet.
Das Gebäude ist im "Backstein-Stil" gehalten, der für industrielle Komplexe Russlands des späten 19. Jahrhunderts charakteristisch ist, was ihm ermöglicht, sich harmonisch in das Ensemble des Miusser Straßenbahndepots einzufügen, dessen meisten Bauten zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet wurden. Die Hauptfassade, die zur Lesnaya-Straße zeigt, ist mit einem Giebel, einem Fries, einem Gesims und Lisenen geschmückt. Die Fassadenfenster haben fächerförmige Stürze. Früher hatte die Fassade vier Tore für den Wagenzugang, aber im 20. Jahrhundert wurden die beiden mittleren Tore zusammengelegt. Im Inneren war das Gebäude in rechteckige Sektionen durch Reihen von Stützsäulen unterteilt und wurde durch Lichtkuppeln auf dem Dach beleuchtet.
In der Sowjetzeit wurden die meisten Fassadenfenster verkleinert oder zugemauert, und das Dach mit den Lichtkuppeln wurde in den 1920er Jahren umgebaut. In den Innenräumen sind die gusseiserne Treppe aus den frühen 1920er Jahren und die Mettlacher Fliesen auf den Böden erhalten geblieben.
Bei der Restaurierung und Anpassung der Werkstatt für die Restaurantflächen des beliebten Food Courts in den Jahren 2017 und 2019 wurden die historischen Maße des Gebäudes beibehalten, dekorative Elemente der Fassaden wiederhergestellt und beschädigte Bereiche des Mauerwerks und des Daches repariert. Die Werkstatt, wie auch der gesamte Komplex, ist ein Beispiel für die erfolgreiche Umwandlung alter Industrieobjekte für die modernen Bedürfnisse der Stadtbewohner.
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