Die russische Literatur ist seit langem als Weltklassiker anerkannt und gilt als eine der ausdrucksstärksten der Welt. Ein besonderer Platz darin nimmt der Dichter Ivan Semjonowitsch Barkow ein, bekannt für seine erotischen "schamlosen Oden", die mit obszöner Sprache durchzogen sind. Barkow war selbst nicht fremd dem ausschweifenden Verhalten, ähnlich wie die Helden seiner Werke. Viele Literaturwissenschaftler sind der Meinung, dass seine Fabeln nicht als Pornografie, sondern eher als Satire auf die Poesie des späten 18. Jahrhunderts verstanden werden sollten.
Ivan Barkow wurde 1732 in einer Pfarrersfamilie geboren. Er trat in die Akademische Universität Petersburg ein und zeigte gute Leistungen im Studium, doch sein Verhalten ließ zu wünschen übrig: Er liebte es zu trinken, war von Frauen fasziniert, provozierte die Dozenten und schwänzte oft den Unterricht. 1751 wurde er von der Universität ausgeschlossen. Dennoch fand Barkow seine Berufung, als er Sekretär von Michail Lomonossow wurde, wo sich sein poetisches Talent offenbarte. In seinen Werken traten sowohl einfache Bäuerinnen als auch ausschweifende Priester und steife Adelige auf. In seinen Fabeln verspottete er menschliche Laster mit feinem Sarkasmus und Ironie.
Aus verständlichen Gründen können wir einige seiner Gedichte nicht zitieren, daher beschränken wir uns auf eine kurze Zusammenfassung. In den "schamlosen Oden" nutzen die Helden ihre Genitalien als Werkzeuge unglaublicher Kraft, eine lüstern Mademoiselle bringt den Männern die Kunst bei, Frauen Freude zu bereiten, und Priester träumen von der Nähe zu jungen Gemeindemitgliedern. Barkows Gedichte wurden nie veröffentlicht, verbreiteten sich jedoch in Manuskripten in riesigen Auflagen. Seine Fabeln sorgten für Lachen und erhielten sogar hohe Anerkennung von Alexander Puschkin.
Später wurde über Barkow geschrieben, dass in seinen Werken kein scharfer Reiz zu finden sei, sondern die normale Natur und das wilde, aber gesunde Leben reflektiert werden. Er war ein Schimpfer, wie ihn keine Literatur kannte, aber seine Werke nur auf Schmutz zu reduzieren, wäre ein Fehler. Barkow hatte Selbstironie; man sagt, dass er vor seinem Tod sagte: "Ich lebte sündhaft und starb komisch." Gerüchten zufolge starb er in einem Bordell, und die Gründe für seinen Tod sind durchaus offensichtlich.
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