Alles begann damit, dass am 1. August 1926 auf Initiative von N.F. Erna in der Wohnung des Fürsten J.K. Tumano eine Versammlung von russischen orthodoxen Christen stattfand, die in Asunción und den Provinzen Paraguays lebten. Bei diesem Treffen wurde beschlossen, dass eine orthodoxe Kirche in Asunción gegründet werden muss.
Dem Metropoliten Eulogius wurde mitgeteilt, dass die russische Gemeinde in Asunción, die zu diesem Zeitpunkt 98 Mitglieder zählte, eine Versammlung abgehalten und einen Ausschuss gewählt hatte, um die finanziellen Möglichkeiten für die Einladung eines Priesters und den Bau einer zumindest kleinen Kirche zu prüfen.
Am 5. September 1927 empfing ein Teil der russischen Gemeinde in Asunción, angeführt vom Kirchenkomitee, feierlich den Archimandriten Pachomius, den ersten Vorsteher der neuen Gemeinde. In den Räumen der provisorischen Kirche, die sich im ehemaligen „russischen Haus“ befand, wurde ein Dankgottesdienst abgehalten, nach dem sich alle zu einer Teepause versammelten. Am 11. September fand die erste Göttliche Liturgie statt.
Die Kirche wurde nach den Plänen von Kapitän Georgij Leonidowitsch Schmagailow, einem talentierten Militäringenieur, der nach Paraguay emigrierte, erbaut. In der Russischen Imperium war er mit dem Bau der Festung Grodno beschäftigt, der letzten vor dem Ersten Weltkrieg.
Die Chronik der Gemeinde vermerkt, dass bei den Gottesdiensten normalerweise 15-20 Personen anwesend waren. Festgottesdienste und Trauergottesdienste für den Kaiser und seine Familie sowie für General Wrangel zogen fast alle orthodoxen Russen an, die in Asunción lebten.
Im Jahr 1978 berichtete eine russische Zeitung, dass die Russen in Asunción eine wohlwollende Haltung seitens der Regierung unter Präsident General Alfredo Stroessner genießen. Bei der Beerdigung von Oberst Andreev und Major Korsakov waren der Präsident und alle Minister anwesend, und die Militärtruppen hielten eine Ehrenwache am Sarg.
Heute ist die Zusammensetzung der Gemeinde international geworden: Unter den Gläubigen sind Russen, Ukrainer, Weißrussen, Griechen, und am Chorgesang singt eine Frau aus Mazedonien. Zu Besuch kommen Bulgaren und Serben, und es gibt auch ethnische Paraguayer.
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