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Kapelle des Michael von Tschernihiw auf dem Pereslawer Friedhof

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Das Gebäude der Kapelle, erbaut im Jahr 1702, befindet sich an einem Ort, der seit dem 12. Jahrhundert bekannt ist. Der Legende nach wurde hier der tschernihiwische Fürst Michael Wsewolodowitsch auf wunderbare Weise geheilt, der seit seiner Kindheit an einer schweren Krankheit litt, die einer infantilen Zerebralparese ähnelt. Als er von den Wundern erfuhr, die im Nikita-Kloster von Pereslaw dank des heiligen Nikita geschahen, beschloss der Fürst, um Hilfe zu bitten. Als er in Pereslaw ankam, schlug er sein Lager in der Nähe des Klosters auf und ließ einen Boyaren zu Nikita senden, um ihn über seine Ankunft zu informieren. Der heilige Nikita übergab dem Boten einen Stab, damit der Fürst sich darauf stützen konnte, um zu ihm zu kommen. Sobald Michael den Stab in die Hände nahm, verspürte er eine Besserung und konnte selbstständig zum Kloster gehen, was für ihn eine bedeutende Errungenschaft war.

Nach der Heilung befahl der Fürst, an diesem Ort ein Gedenkkreuz mit dem Datum des Ereignisses, dem 16. Mai 1186, aufzustellen. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde an der Stelle des Kreuzes eine Backsteinkapelle im Stil des Moskauer Barock errichtet. Dieses hohe Gebäude besteht aus zwei Oktogonen: dem unteren, breiteren, und dem oberen, kleineren, gekrönt von einer kleinen Trommel mit einer Kuppel. Alle Ecken der Oktogone sind abgerundet, was der Kapelle sanfte Konturen verleiht. Die Wände sind mit Halbsäulen und geschnitzten Friesen geschmückt, und der Sockel ist verziert. Die Innenausstattung der Kapelle hat in der Sowjetzeit stark gelitten: Die weißen Steinplatten des Bodens wurden aufgebrochen, um nach einem Schatz zu suchen, und der Putz ist stellenweise abgeplatzt. Spätere Übermalungen sind sichtbar, unter denen alte Farbschichten durchscheinen. An der Wand gegenüber dem Eingang stand die Inschrift: „Diese Kapelle wurde vom wohlwollenden Fürsten Michael von Tschernihiw zum Gedenken an diesen Ort errichtet, als er von dem heiligen Nikita, dem Säulenheiligen, den Stab und die Heilung von seiner Krankheit erhielt.“

Im Jahr 1969 wurden unter der Leitung des Architekten I.B. Purishew Restaurierungsarbeiten durchgeführt: Das Dach, die Außenverzierung wurden restauriert und die Bodenplatten wiederhergestellt. Jetzt befindet sich die Kapelle in einem verlassenen Zustand und zerfällt. Sie liegt auf dem städtischen Friedhof und ist stark von Bäumen überwuchert, weshalb sie im Sommer schwer zwischen den Friedhofszäunen und Kreuzen zu finden ist. Im Winter kann man die Kapelle, mit etwas Mühe, sogar von der Straße aus erkennen.

Geo-Punkt

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