In Irland erfreut sich die Fastfood-Kette Beshoffs großer Beliebtheit und begeistert die Gäste seit fast einem Jahrhundert mit ihren Gerichten. Doch nur wenige wissen, dass sie von dem russischen Matrosen Ivan Beshoff gegründet wurde, der auf dem aufständischen Panzerkreuzer "Potemkin" diente. Sein Leben war voller Abenteuer.
Beginnen wir damit, dass am Morgen des 14. Juni 1905 auf der "Potemkin" verdorbenes Fleisch angeliefert wurde, was Unmut unter der Crew auslöste. Das faulige Rindfleisch wurde zum Anlass für den Aufstand, obwohl dies tatsächlich das Ergebnis vieler Faktoren war. Letztendlich gingen die aufständischen Matrosen nach Rumänien und ergaben sich den örtlichen Behörden.
Unter ihnen war auch der Mechaniker Ivan Beshoff. Danach reiste er lange durch Europa, lebte eine Zeit lang in London, wo er Gerüchten zufolge Lenin traf, und entschied sich dann, in die USA auszuwandern, blieb jedoch in Dublin, Irland. Dort fand er eine Anstellung als Ingenieur bei der Firma Russian Oil Products, die bald darauf bankrottging und ihn ohne Arbeit ließ. Doch Beshoffs Beobachtungsgabe rettete ihn: Er bemerkte, dass die Stadtbewohner oft keine Zeit für ein vollwertiges Mittagessen hatten, und die Idee eines schnellen und schmackhaften Snacks wäre für sie sehr willkommen.
So beschloss Beshoff, sein eigenes Fastfood-Restaurant zu eröffnen und setzte auf das in Irland beliebte Gericht Fish and Chips. Gebratener Fisch und Kartoffelspalten fanden bei vielen Anklang, und bald entstand die Kette von Fischrestaurants Beshoffs. Der Nachname des Matrosen von der "Potemkin" wurde zur irischen Marke, und Beshoff selbst wurde Millionär. Er zog sich im Alter von 82 Jahren aus dem Geschäft zurück und übergab das Unternehmen an seine Kinder. Ivan lebte ein langes und erfülltes Leben und starb im Alter von 102 Jahren im Jahr 1987. Heute kann man in Irland Fish and Chips in den Beshoffs-Restaurants probieren, die 2022 ihr hundertjähriges Bestehen feiern werden.
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