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Zrjachow Nikolai Iljitsch

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In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stechen unter den bekannten literarischen Werken "Ein Held unserer Zeit", "Die Tochter des Kapitäns", "Taras Bulba", "Aufzeichnungen eines Wahnsinnigen" und andere hervor. Eines der damals beliebten, heute jedoch vergessenen Romane war "Die Schlacht der Russen gegen die Kabardiner oder Die schöne Muslimin, die am Grab ihres Ehemannes stirbt". Der Autor war der Offizier des Narva-Regiments Nikolai Iljitsch Zrjachow, dessen Porträt nicht erhalten geblieben ist. Der Roman beschreibt die Ereignisse des Kaukasuskriegs.

Die Handlung erzählt von dem jungen Soldaten Andrei Pobiedonoszew, der von den Kabardiner gefangen genommen wird und dort Selima, die Tochter des lokalen Fürsten, trifft. Zwischen ihnen entstehen Gefühle. Beeindruckt von Andrei's Mut, bietet der Fürst ihm an, den Islam anzunehmen und Selima zu heiraten, doch Andrei lehnt ab und wird bald gegen andere Gefangene ausgetauscht. Selima, die die Trennung nicht erträgt, flieht zu Andrei, sie heiraten und kehren zu seinen Eltern zurück. Doch ihr Glück währt nicht lange: Nach einigen Jahren erkrankt Andrei schwer und stirbt in Selimas Armen. Die Handlung des Romans ist ungewöhnlich und könnte die Grundlage für eine moderne sentimentale Serie sein. Interessant ist, dass die Oberschicht "Die Muslimin" anfangs nicht akzeptierte und sie als primitiv betrachtete. Belinski hinterließ sogar die Bemerkung, dass es "keine Dummheit, sondern nur Unreife, Unbildung" sei.

Dennoch fand der Roman Anklang bei den Bauern und Bürgern, die im Hauptcharakter ihre Verwandten und Bekannten sahen. Mit der Zeit wurde Zrjachows Werk so populär, dass es neu aufgelegt wurde, und "Die Muslimin" wurde bis 1917 gedruckt. Die Liebe des einfachen Volkes zu diesem Roman war so groß, dass zahlreiche Adaptionen und offensichtliche Plagiate entstanden. Zrjachow selbst schrieb noch mehrere Romane über den Kaukasuskrieg, blieb jedoch der Autor eines erfolgreichen Werkes.

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