Russische Emigranten leisteten einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung der Industrie vieler Länder, einschließlich China. Einer dieser Menschen war Konstantin Lvovich Zacharchenko, der als Gründer der chinesischen Luftfahrtindustrie gilt. Nach dem Bürgerkrieg verließ er Russland, ließ sich in den USA nieder und arbeitete lange Zeit für die Edo Aircraft Corporation. 1934 bot die chinesische Regierung an, ein Konstruktionsbüro zu gründen, und Zacharchenko leitete ein Team von drei Spezialisten, die nach China geschickt wurden.
Bei seiner Ankunft in China war Zacharchenko von dem Fehlen selbst der minimalen Basis für den Flugzeugbau überrascht. Er musste zunächst eine Fabrik bauen, dann Ausrüstung finden und Ingenieure ausbilden. Trotz der Schwierigkeiten meisterte er die Aufgabe erfolgreich. 1935 begann Zacharchenko mit der Entwicklung des ersten chinesischen Jagdflugzeugs, das "Fuxin" genannt wurde, was "Wiedergeburt" bedeutet. Dieses Mehrzweckflugzeug konnte als Jagdflugzeug, leichter Bomber und Fotoaufklärer eingesetzt werden. Die Chinesen waren zufrieden und beauftragten ihn mit der nächsten Aufgabe.
1937 entwarf Zacharchenko ein neues Jagdflugzeug, die "Zhong 28-Jia", das sich durch gute Flugeigenschaften für die damalige Zeit und hohe Geschwindigkeit dank des amerikanischen Wright-Cyclone-Motors auszeichnete. Einige technische Lösungen wurden vom sowjetischen Jagdflugzeug I-16 übernommen, aber für die Verkleidung wurde lokaler Bambus verwendet, von dem es in China im Überfluss gab.
Während des Zweiten Weltkriegs half Zacharchenko den Chinesen, die Produktion amerikanischer Hawk-Flugzeuge unter Lizenz aufzubauen, und baute neue Jagdflugzeuge aus den Teilen abgeschossener Maschinen zusammen. 1943 hielt er seine Mission für erfüllt und kehrte in die USA zurück, wo er mit dem Orden der Nationalen Ehre für seine Verdienste um das chinesische Volk ausgezeichnet wurde. Später beschäftigte sich Zacharchenko in den USA mit der Entwicklung von Marschflugkörpern.
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