Ariana Rodionowna wurde am 21. April 1758 (nach dem alten Stil am 10. April) im Dorf Lampowo geboren. Ihre Eltern waren Lukerja Kirillowa und Rodion Jakowlew, daher ihr Patronym, Jakowljewa. Doch, wie Sprachwissenschaftler anmerken, hatten Leibeigene keine Nachnamen.
Puschkin nannte seine Nanny mit Liebe Ariana Rodionowna "Mama" oder "Mamuschka", und sie wiederum sprach ihn als "meinen Engel", "liebenswürdigen Freund" und "Vaterchen" an. Das Bild der Nanny, "Vertrauten der zauberhaften alten Zeiten", war eines der hellsten in des Dichters Leben.
Ariana Rodionowna wurde 1758 in einer Familie von Leibeigenen im Dorf Suida im Gatschinsker Bezirk der Sankt Petersburger Provinz geboren. Mit 23 Jahren heiratete sie den Bauern Fjodor Matwejew und begann im Haus von Osip Gannibal, dem Großvater Puschkins, zu arbeiten, wo sie die Nanny von Nadeschda Osipowna, der Mutter des Dichters, und später auch von dessen Kindern, Lew, Olga und Alexander, wurde. Nach dem frühen Tod ihres Mannes musste sie vier ihrer eigenen Kinder erziehen. Die Mutter Puschkins bot ihr mehrmals die Freiheit an, doch Ariana Rodionowna lehnte ab.
Von frühester Kindheit an führte die Nanny den zukünftigen Dichter in die Weisheit der russischen Traditionen durch Märchen und Aberglauben ein. Diese "Überlieferungen aus alten Zeiten" wurden zur Grundlage seines Schaffens. Das Bild der Nanny verkörperte Puschkin in seinen Werken, wie der Nanny Tatjanas Larina aus "Eugen Onegin" und den weiblichen Charakteren in "Der Mohikaner Peter des Großen".
In den frühen 1820er Jahren unterstützte Ariana Rodionowna den Dichter in seiner Einsamkeit während seiner Verbannung im Dorf Michailowskoje. "Sie ist meine einzige Freundin, und nur mit ihr ist mir nicht langweilig", schrieb er in einem Brief an Knezewitsch. Die Bedeutung der Nanny im Leben Puschkins betonte sein Freund Jazykow, der ihr ein Gedicht widmete und sie "Licht Rodionowna" und "gnädige Herrin" nannte.
Ariana Rodionowna starb im Sommer 1828 an einer schweren Krankheit. Puschkin erinnerte sich oft mit Ehrfurcht an sie: "Die alte Dame ist schon nicht mehr da, schon hinter der Wand, ich höre ihre schweren Schritte nicht mehr, noch ihre mühevolle Wache."
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.