Im Jahr 1931 organisierte der französische Automobilhersteller André Citroën eine großangelegte Werbeaktion mit dem Titel "Gelbe Expedition". Ziel der Autofahrt mit seinen Fahrzeugen war es, deren Zuverlässigkeit zu demonstrieren, indem der Weg von Beirut nach Peking zurückgelegt wurde. Die Vorbereitung auf die Expedition wurde sehr sorgfältig durchgeführt: Es wurde ein spezielles Fahrzeug für die Funkkommunikation geschaffen, und entlang der Route wurden Basen für Lebensmittel, Tankstellen und Reparaturen eingerichtet. Um die Teilnehmer mit den notwendigen Ressourcen zu versorgen, wurden über 600 Kamele eingesetzt. Zur Gruppe gehörte auch der russische Künstler Alexander Jakovlew, der diese Reise in seinen Werken verewigte.
Alexander Jakovlew wurde in eine Familie geboren, die den ersten russischen Automobilhersteller Jewgenij Jakovlew hervorgebracht hat. Er schloss die Akademie der Künste ab, und seine Arbeiten wurden auf vielen Ausstellungen gezeigt. Im Jahr 1917, als er sich in Peking befand, erfuhr Jakovlew von der Revolution und entschied sich, nicht nach Russland zurückzukehren, sondern nach Frankreich zu ziehen, wo er später ein ungewöhnliches Angebot von Citroën erhielt.
Am 4. April 1931 brach die erste Gruppe von Autofahrern aus Beirut auf. Die Reise durch den Nahen Osten verlief ruhig, wenn auch in schnellem Tempo. Jakovlew standen für Skizzen nur 3 Stunden zur Verfügung, und die lokalen Behörden schufen oft Hindernisse. Der Künstler erinnerte sich: "Die Frage der Modelle wird selbst bei längeren Stopps mit großer Mühe gelöst, da Porträts im Koran verboten sind. In Persien wollten die Behörden nur Darstellungen des modernen Persiens sehen, das nach europäischem Aussehen strebt."
In Afghanistan verschärften sich die Schwierigkeiten. Auf den Bergpfaden mussten die Autos zerlegt und über Pässe getragen werden, wobei sie sowohl 40 Grad Hitze als auch starke Kälte erlebten. In China wurde die Gruppe von Räubern angegriffen, und sie musste mit diplomatischen Mitteln gerettet werden. Trotz aller Schwierigkeiten malte Alexander Jakovlew weiter und brachte etwa 300 Gemälde aus der Reise mit. Das Ergebnis war eine erfolgreiche Ausstellung in der Galerie Charpentier im Jahr 1933. So gelang es einem einfachen russischen Künstler, das festzuhalten, was weder asiatische noch europäische Künstler schaffen konnten.
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