Einer der herausragenden krimtatarischen Realisten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, ein talentierter Forscher neuer Möglichkeiten der Technik der realistischen bildenden Kunst, ein Mensch mit einem bunten Schicksal. Er wurde am 26. Juni 1921 in Sewastopol in einer christlichen Familie geboren. Mit fünf Jahren begann er zu zeichnen, und mit siebzehn Jahren wurde er Sieger des Allunions-Kinderzeichnungswettbewerbs in Moskau. Von 1938 bis 1940 studierte er an der Krim-Kunstschule N.S. Samokisch. In dieser Zeit besuchte er auch das Heimstudio von N.S. Samokisch, Akademiker der Schlachtenmalerei der Kaiserlichen Akademie der Künste. Die strenge und verantwortungsvolle Haltung von N.S. Samokisch zur Kunst, sein hohes moralisches Niveau hinterließen einen unauslöschlichen Eindruck in der Seele des Künstlers.
Von 1941 bis 1945 war er Teilnehmer des Großen Vaterländischen Krieges. Im Oktober 1941 wurde er verwundet, geriet zusammen mit dem Krankenhaus in Gefangenschaft und versuchte dreimal zu fliehen. Ab November 1943 war er wieder in der aktiven Armee. Er wurde mit dem Orden „Roter Stern“ und den Medaillen „Für Tapferkeit“, „Für die Befreiung Prags“, „Für die Einnahme Budapests“, „Für den Sieg über Deutschland“ ausgezeichnet. Schon an der Front begann er, Material für Schlachtenbilder zu sammeln. Der kreative Weg des Künstlers begann im Februar 1945, als er die Erlaubnis vom Kommando erhielt, in seiner Freizeit zwischen den Kämpfen Skizzen aus der Natur zu machen. Im Krieg, 1945, schuf der Künstler seine ersten kleinen Schlachtenbilder.
Im März 1947, im Alter von sechsundzwanzig Jahren, wurde Wolkow in den Verband der Künstler der UdSSR aufgenommen. Das Schlachtenthema, der Große Vaterländische Krieg insgesamt und die Kämpfe auf der Krim im Besonderen wurden zu den Hauptthemen seines Schaffens. Die Schlachtenbilder brachten dem Künstler landesweite Bekanntheit. Das bekannteste seiner Schlachtenwerke ist das Bild „Die Heldentat von fünf Schwarzmeer-Matrosen“. Die Natur spielte eine besondere Rolle im Leben und Schaffen des Künstlers. Sie weckte in ihm Gedanken über den Sinn des Lebens, über das Schöne, war eine Inspirationsquelle und der Hauptlehrer. Viele Werke sind dem Meer gewidmet. Der zweite Schaffenszeitraum des Künstlers, der die Jahre 1962-1991 umfasst, war der Erforschung neuer Möglichkeiten der Technik der Ölmalerei, Aquarell, Tinte, Kohle, Pastell, Tempera und Keramik gewidmet.
J.W. Wolkow war Teilnehmer aller regionalen Ausstellungen seit 1948 sowie der republikanischen Ausstellungen der RSFSR (1949, 1953). Im Jahr 1999 wurde durch den Beschluss des Stadtvorstandes von Jewpatorija der Kinderkunstschule der Stadt Jewpatorija der Name J.W. Wolkow verliehen, für die er Mentor und Freund war. Seit 1981 unterrichtet seine Frau O.W. Wolkowa an dieser Schule. Im Jahr 2019 wurde J.W. Wolkow posthum der städtische Preis S.E. Duwana in der Kategorie „Kultur und Kunst“ verliehen. Seine Werke werden im Kunstmuseum von Simferopol, im Kunstmuseum von Sewastopol benannt nach M.P. Kroschitzki, im Museum der Schwarzmeerflotte in Sewastopol und im regionalen Museum von Jewpatorija aufbewahrt.
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