Der Tempel war einst einer von mehreren, die den zentralen Platz der alten Siedlung umgaben. Am Eingang zur Kirche befindet sich ein Stein mit einer Inschrift, die besagt, dass die Kirche 1649 durch die Bemühungen und Anstrengungen der Wladimirer aus der Gaststube der Patrikej, Andrej und Grigorij Denisov, Kinder Rodionovs mit Neffen sowie der Siedler Vasily Obrosimov, Sohn von Khmylov, und Semion, Sohn von Somov, "zum ewigen Wohl" erbaut wurde. Laut Archivdaten waren dies Handwerker und kleine Händler, die reich wurden und die Gründer von Kaufmannsdynastien in Wladimir wurden. Die Kirche der Himmelfahrt ermöglicht es, die Vorlieben der Auftraggeber und das Können der Ausführenden zu erkennen. Der Tempel erhebt sich auf derselben Linie wie die steinernen Kathedralen des 12. Jahrhunderts. Die Gottesmutterkirche zeichnet sich durch hohe Proportionen und fünf zwiebelförmige Kuppeln aus, die man von der Klyazma und aus der Mittelstadt sehen kann. Der Tempel wurde mit einer Sakristei und einem Glockenturm erbaut. Unter dem eisernen Dach sind die originalen Schichten der Kokoschki erhalten geblieben, die dem Tempel ein festliches Aussehen verleihen. Die Kuppeln der Kirche waren mit hölzernen schuppenartigen Schindeln bedeckt, die im Laufe der Zeit einen silbrigen Farbton annahmen. Eine offene Arkade umgab den Tempel von der nördlichen und westlichen Seite, und die prächtigste Treppe führte nach Norden. Die Kuppel der Sakristei war mit grünen Ziegeln gedeckt. Der Tempel wurde von einem sehr talentierten Baumeister geschaffen, dessen Können sich besonders in der Komposition des Glockenturms zeigte. Die Glockenebene war exquisit gestaltet, mit langen schmalen Fenstern, eleganten Bögen und diagonalen Kanten, die das Zelt des Glockenturms ausmachten, das als hervorragender Resonator für das Glockenläuten diente. Lange Zeit gab es bei der Kirche ein kleines Kloster, was zur Entstehung verschiedener Gebäude rund um den Tempel beitrug, die ein malerisches Ensemble mit silbernen und grünen Aufsätzen bildeten, die von den alten russischen Meistern so geliebt wurden. Laut einer alten Beschreibung war das Innere des Tempels bunt und festlich. Die Wände der Arkade waren mit blühenden Malereien geschmückt, von denen Fragmente an den nördlichen und westlichen Eingängen erhalten geblieben sind. In der Sakristei befanden sich zwei Öfen, die mit gemusterten Kacheln verkleidet waren. Der Innenraum des Tempels war geräumig und hell. Der Ikonostase war mit Bändern aus geprägtem Silber umrahmt, und die geschnitzten Königstüren waren mit Blattgold verziert und mit Silber veredelt. Die Namen der Baumeister und Handwerker des Tempels sind in den sogenannten mageren Kerzen verewigt, brennenden Wachszylindern auf weißen Steinsockeln, die mit Mustern aus buntem Wachs verziert sind. Das Ornament, das von einem alten Meister ausgeführt wurde, beeindruckt durch seine Schönheit und Lebhaftigkeit. Am oberen Ende des Zylinders verläuft in slawischer Schrift eine Inschrift, die den Reichtum der "Gast- und Gewerbetreibenden" preist. Die Architektur und Ausstattung der Gottesmutterkirche beweisen, dass das Bürgertum der Provinzstädte des 17. Jahrhunderts nicht von dem Aufschwung der Volkskunst, der für die größten Städte dieser Zeit charakteristisch war, abseits blieb.
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