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Graf Eduard Ivanowitsch Totleben

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Graf Eduard Ivanowitsch Totleben, bekannter russischer Militärführer und herausragender Militäringenieur, wurde am 20. Mai 1818 in Mitau, Gouvernement Kurland, in einer Familie von baltischen Deutschen geboren. Sein Vater, Johann Heinrich von Totleben, war Kaufmann, und seine Mutter, Anna Sibylla Zander, kümmerte sich um den Haushalt. Die Kindheit Eduards verbrachte er in Riga, wo sein Vater großen Grundbesitz hatte. Schon in jungen Jahren zeigte Totleben Interesse an militärischen Angelegenheiten und den exakten Wissenschaften, und mit 16 Jahren wurde er zur Ausbildung an die Petersburger Hauptingenieurschule geschickt. Trotz seiner Erfolge im Studium konnte er den Kurs aufgrund von Gesundheitsproblemen nicht abschließen.

Totleben wurde bekannt durch den Generalingenieur Karl Andrejewitsch Schilder, der ihm komplexe Aufgaben übertrug, wie die Entwicklung eines Systems zur Bekämpfung der Minengalerien des Feindes. Seine Arbeit wurde hoch geschätzt, und er setzte seinen Dienst im Kaukasus fort, wo sein Wissen bei der Einnahme wichtiger Punkte half. Nach seiner Rückkehr aus dem Kaukasus diente er als Adjutant bei Schilder und als Chefingenieur der Garde- und Grenadierkorps. Im Jahr 1853, zu Beginn der Donau-Kampagne, war er als Ingenieur-Oberst an der Seite von Schilder.

Der Sternstunden Totlebens war die Teilnahme an den Krim- und Ostkriegen, wo er Befestigungen und den Verteidigungsplan von Sewastopol entwickelte. Nach einer schweren Verwundung verließ er die Stadt, kehrte jedoch später zur Entwicklung der Verteidigungsstrategie von Nikolaev zurück. Sein Innovationsgeist in der Festungsbaukunst zeigte sich in der Verstärkung der Rolle von Forts und der richtigen Verteilung von Feuerpunkten. In der Hauptstadt stärkte er die Positionen von Kronstadt und Wyborg und leitete das Ingenieurbüro des Kaiserreichs. Während der Ostkampagne führte er die Belagerung von Plewna und nahm an den Friedensverhandlungen mit dem Osmanischen Reich teil.

Der Kaiser ehrte Totleben mit mehreren Orden und erhob ihn in den Grafenstand. In Bulgarien trägt ein Dorf sowie Straßen und Einrichtungen seinen Namen. Die letzten Lebensjahre verbrachte er in Odessa und Wilna und starb am 19. Juni 1884 in Deutschland. Sein Leichnam wurde später auf den Bruderschaftsfriedhof in Sewastopol überführt, was eine Hommage Russlands an einen Ausländer darstellt, der ihm treu und ehrlich diente.

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