Die Terrasse des Restaurants Krynkina in den Sperlingsbergen, 1909.
Stephan Krynkin, Gründer und Besitzer des Restaurants, stammte aus einer Bauernfamilie. Nach der Revolution wurde sein Restaurant beschlagnahmt und in eine "Lesestube und Petroleumhandlung" umgewandelt, brannte aber bald nieder. Heute sind nur noch Reste des Fundaments und stellenweise Wände übrig.
Ivan Schmelev erinnert sich in "Im Jahr des Herrn", wie er das Restaurant Krynkina zusammen mit seinem Vater, Sergej Ivanowitsch Schmelev, einem bekannten Moskauer Bauunternehmer, besuchte. "Bei Krynkin werden wir feierlich empfangen: Krynkin selbst und alle Kellner. Er führt uns in den sauberen Teil, auf die Galdaire, direkt am Abgrund, von wo man Moskau wie auf einer Handfläche sieht. Der riesige Krynkin ist noch größer geworden als im letzten Jahr, als wir mit Gorkin hierher kamen, um Birken für das Pfingstfest zu holen und um Moskau zu sehen. Herr, wie erleuchtet, Sergej Ivanowitsch!.. Und wie wir trauerten, als wir es erfuhren!.. Aber wie kann das sein?! Mit wem sollen wir leben, wenn so ein Mensch, und bis zum Tod zerbrochen?!, ruft Krynkin und schlägt mit seinen riesigen Händen, die wie Holzklötze sind. Aber heutzutage findet man tagsüber keine anständigen Leute mehr! Wir haben uns so gefreut... Vasil-Vasilich hat neulich vorbeigeschaut, ruft: "Unser Sergej Ivanowitsch hat sich erholt, er hat sich von der kalten Behandlung erholt!" Wir haben sofort auf die Gesundheit von Sergej Ivanowitsch angestoßen! Aber wie kann man da nicht anstoßen?! Und wozu all diese Hektik, wenn so ein Mensch, und!.. Kann Krynkin vergessen, wie Sie ihn aus dem niedrigen Staub erhoben und gestärkt haben?! Mein ganzes "krynkinisches Paradies" habe ich auf Ihr Kredit neu durchwühlt, jetzt kann ich sogar den Wirt der Mutter Moskau, seine Exzellenz, den General und Gouverneur Fürst Wladimir Andrejewitsch Dolgorukow empfangen. Ich habe ihnen so berichtet: "Eure Durchlaucht! Wenn es nicht Sergej Ivanowitsch gewesen wäre!" Was soll man dazu sagen, genießen Sie den Anblick der Mutter Moskau!
Wir schauen durch die offenen Fenster der Galdaire auf Moskau und die bunten Gläser, blaue, purpurrote, goldene... das goldene Moskau ist das schönste.
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