In der Russischen Empire gab es eine starke Tennisschule, und unsere Sportler wurden zu Recht als einige der besten der Welt angesehen. Mikhail Nikolaevich Sumarokov-Elston wurde zu einem echten "Tennis-Ass". Sein Onkel weckte sein Interesse für Tennis, und der Junge erwies sich als talentierter Schüler, der eine herausragende Technik zeigte. Er lernte selbstständig, den Ball zu spinnen. Es ist nicht verwunderlich, dass sein erster Auftritt bei den 4. Allrussischen Wettbewerben triumphal endete. Sumarokov-Elston erreichte das Finale und besiegte den Champion von St. Petersburg. Später gewann er Titel um Titel und wurde mit 18 Jahren Preisträger aller großen Wettbewerbe Russlands.
Im Jahr 1912 traf unser Landsmann zum ersten Mal auf ausländische Spieler. Zu den Allrussischen Wettkämpfen kamen echte Profis: Norman Kidson, Champion von Großbritannien, und Ludwig von Salm, der beste Spieler aus Österreich-Ungarn. Es schien, als könnte Sumarokov-Elston ihnen nicht standhalten, aber er überraschte alle, indem er die führenden europäischen Tennisspieler leicht besiegte. Sein wichtigstes Match fand jedoch bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm statt, wo er auf Oscar Kreutzer, einen titulierten deutschen Tennisspieler, traf. Das Spiel war angespannt, und beide Spieler wechselten sich im Vorsprung ab. Leider gab es im entscheidenden Satz einen unangenehmen Vorfall: Der Schläger von Mikhail Nikolaevich riss, und er bekam einen anderen, schwereren, was zu seiner Niederlage führte. Kreutzer war so beeindruckt von dem Widerstand, dass er später sagte: "Sumarokov, einer der erstklassigen Meister der Welt. Ich bin mir sicher, dass er in naher Zukunft ein ernsthafter Anwärter auf den Titel des Weltmeisters werden wird."
Der russische Tennisspieler traf sich nicht nur mit professionellen Sportlern. Mehrmals spielte er mit Nikolai II. Das letzte Spiel endete unglücklich für den Zaren: Sumarokov traf ihn versehentlich mit dem Ball am Bein, und der Monarch verließ humpelnd den Platz. Nach der Revolution ging Mikhail Nikolaevich nach England, wo er bis zu seinem Lebensende als Tennistrainer arbeitete. Er starb 1970 in seinem Zuhause, ironischerweise während des Wimbledon-Turniers.
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