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Blauer Brücke in St. Petersburg

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Die Blaue Brücke in St. Petersburg ist eine der ältesten Brücken der Stadt. Ihr Bau begann 1791 unter der Leitung des bekannten Petrosawodsker Kaufmanns F. Bekrenev und wurde im Juni 1794 abgeschlossen. Ursprünglich war die Brücke aus Holz und mit einem Kettenhubmechanismus ausgestattet. Zunächst wurde sie grün gestrichen, später jedoch blau, was ihr den heutigen Namen gab.

Im Jahr 1840 wurde an die Brücke ein Kronstadt-Fußstock angebracht, von dem aus die Tiefen- und Höhenmessungen in Russland durchgeführt werden. Die Installation des Fußstocks wurde von dem herausragenden Hydrographen Michail Franzewitsch Reineke vorgeschlagen, der 15 Jahre lang den Meeresspiegel maß. An der steinernen Stütze der Brücke wurde eine Markierung angebracht, die dem durchschnittlichen Wasserstand der Finnischen Bucht nach Beobachtungen aus den Jahren 1825 und 1839 entsprach, aber 1874 während der Rekonstruktion verloren ging.

Die ursprüngliche Brücke bestand bis 1874, als beschlossen wurde, an ihrer Stelle eine Eisenbrücke nach dem Entwurf von Oberstleutnant Petrowski zu bauen. Die neue Brücke wurde drehbar und hatte ein Holzdeck mit Gehwegen. Die Metallteile wurden im Petersburger Werk Archimedes hergestellt, und die Steinarbeiten wurden vom Kaufmann J. Brunow ausgeführt. Gaslaternen wurden von der Kronstädter Gasfabrik installiert. Der Bau wurde im Sommer 1875 abgeschlossen. Obwohl die Brücke eine Zeit lang "Neue" und "Zollbrücke" genannt wurde, setzte sich der gewohnte Name "Blaue" offiziell durch.

In den 1960er Jahren wurde die Brücke erweitert und wurde zu einer Stahlbetonbrücke, in dieser Form ist sie bis heute erhalten geblieben. An der Brücke wurde eine Gedenktafel zu Ehren der hydrographischen Arbeiten von Michail Franzewitsch Reineke angebracht. Obwohl von dem ursprünglichen Erscheinungsbild der Brücke nichts mehr übrig ist, wird sie weiterhin als Denkmal des kulturellen Erbes angesehen.

Geo-Punkt

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