Am 14. September 1892 wurde in Moskau in der Sokolnitscheskaja-Straße die erste Mühlenfachschule Russlands eröffnet. Bei der Zeremonie waren hochrangige Gäste anwesend, und geleitet wurde sie vom Minister für Volksbildung Russlands, Graf Deljanow. Dieses Ereignis war eine Antwort auf den Bedarf an qualifizierten Fachkräften für die sich am Ende des 19. Jahrhunderts entwickelnde Industrie, insbesondere im Mühlenwesen.
Der Gründer der Schule war der Moskauer Unternehmer und wirkliche Staatsrat Anton Maximowitsch Erlanger, der später den Titel eines Ehrenbürgers von Moskau erhielt. Die Bildungseinrichtung bot eine vielseitige Ausbildung, einschließlich praktischer Übungen in Werkstätten.
Nach 1917 wurde die Schule zunächst in eine Berufsschule umgewandelt und 1932 in ein Mühlen- und Elevatoren-Technikum. Im selben Jahr zog das Technikum in ein neues fünfstöckiges Bildungsgebäude in der Perewedenowski-Gasse um. 1939 wurde ein weiterer Gebäudeteil errichtet, der 27 Hörsäle, 7 Labore, Sport- und Versammlungssäle sowie eine umfangreiche Bibliothek beherbergte.
1991 wurde das Technikum in das Moskauer Höhere Handelsinstitut (Kolleg) umgewandelt, und 1992 begann es mit der Ausbildung von Fachkräften für die Getreidewirtschaft. Seit 1996 ist es das Moskauer Techniko-Ökonomische Kolleg.
Heute liegt der Schwerpunkt der Ausbildung auf "Technologie der Lagerung und Verarbeitung von Getreide". Es wird auch der Studiengang "Qualitätsexpertise von Konsumgütern" angeboten, der bei den Moskauern sehr gefragt ist und kostenpflichtig verfügbar ist.
Derzeit wurde das Kolleg in die GBOU MADC benannt nach A.A. Nikolajew umgewandelt.
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