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Sbitjen

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Welche alten slawischen Getränke sind vielen bekannt? Wahrscheinlich Kwas, Mors und Medowucha. Doch Sbitjen erfreute sich ebenfalls großer Beliebtheit. In der vorrevolutionären Penza konnte man ihn in einem Café in der Moskauer Straße 70 probieren.

Dieses Café wurde von dem Bürger Ivan Sazonov betrieben. Drinnen gab es einen kleinen Raum mit Tischen, und der Sbitjen wurde im benachbarten Nebengebäude zubereitet. Zum ersten Mal wird dieses Getränk in den Chroniken von 1128 erwähnt, also noch vor der Gründung Moskaus. Sbitjen wurde in zwei Gefäßen zubereitet: In einem wurden Kräuter wie Salbei, Johanniskraut, Ingwer und Schotenpfeffer angesetzt, während im anderen Honig erhitzt wurde. Vor dem Servieren wurden die Inhalte der Gefäße gemischt, wodurch ein dicker, belebender Trank entstand. Es gab etwa 50 Rezepte für Sbitjen, einschließlich alkoholischer Varianten. Oft wurde Honig mit Wein gemischt und verschiedene Gewürze hinzugefügt, manchmal erreichte der Alkoholgehalt des Getränks 7 Grad. Lange Zeit war dieser slawische Cocktail beliebter als Tee, und auf den Straßen konnte man Sbitjen-Händler treffen. Er wärmte nicht nur in der Kälte, sondern stillte auch den Durst in der Hitze.

Der Massenkonsum von Sbitjen begann in den 1920er Jahren nachzulassen. Heute ist dieses alte aromatische Getränk fast vergessen und hat dem Tee Platz gemacht.

Geo-Punkt

Сбитень

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