Der finnische Führer Carl Gustav Emil Mannerheim hatte ein schweres Schicksal. Er stammte aus einer verarmten Adelsfamilie und musste schon in jungen Jahren seinen eigenen Weg im Leben finden. 1887 trat er in den Dienst der Russischen Kaiserlichen Armee, wo sein Gehalt 130 Rubel betrug, was kaum für Miete und Nahrung ausreichte. Das einzige Erbe, das er erhielt, war der Titel eines Barons. Auf einem der Bälle traf der Husar Mannerheim ein Mädchen von außergewöhnlicher Schönheit, Anastasia Arapova. Sie hatte viele Verehrer, aber sie wählte Carl, den jungen und großen Husaren. Ihre Bekanntschaft entwickelte sich schnell zu einer stürmischen Romanze, die mit einer Hochzeit endete, und sie bekamen die Töchter Sonja und Nastja. Das Familienglück dauerte 11 Jahre.
Im Jahr 1903 nahm Arapova die Kinder und zog wegen der ständigen Ausflüge ihres Mannes nach Paris. Im Oktober 1904 änderte sich Carls Leben erneut, als er in den Russisch-Japanischen Krieg geschickt wurde. An der Front bewies Mannerheim seinen Mut. Eines Nachts drangen seine Dragoner leise in den Rücken der Japaner ein und begannen auf Signal mit ihren Säbeln anzugreifen. Die Samurai flohen, und für die glänzend durchgeführte Operation wurde Carl der außerordentliche Rang eines Oberst verliehen. Vor ihm lagen der Erste Weltkrieg und der Bürgerkrieg, und später wurde er der Kopf Finnlands.
Trotz aller Ereignisse vergaß er weder seine Frau noch seine Kinder. Zu diesem Zeitpunkt war Anastasia schwer krank und schwand allmählich dahin. Carl brachte sie zu den besten Ärzten Frankreichs, aber am Vorabend des neuen Jahres 1937 starb Nata, wie er sie nannte. Während der Trauerfeier für Arapova in der russischen Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit in Helsinki weinte der Baron herzzerreißend. Die Töchter stützten ihn unter beiden Armen. Als die Beerdigung endete, fiel Carl Gustav auf die Knie vor dem Sarg und schien in Vergessenheit zu fallen. Er wurde erst aus der Kirche geführt, nachdem die Kerze, die er hielt, heruntergebrannt war und das heiße Wachs ihm über die Finger lief.
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