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Russische Schule in Bethanien

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Im Jahr 1909 erwarb der Archimandrit Leonid (Senzow), der die Russische Geistliche Mission in Jerusalem leitete, ein Grundstück von 2000 Quadratmetern in Bethanien, gegenüber dem griechisch-orthodoxen Kloster der Begegnung.

Im Jahr 1932 wurde mit Mitteln der Schottinnen Barbara-Stella Robinson und Alix Sprot, die zum orthodoxen Glauben konvertierten, die Bethanien Frauen-Gemeinschaft der Auferstehung Christi gegründet. Auf dem verlassenen Gelände der Russischen Geistlichen Mission wurde ein kleines Stationär für kranke Kinder eröffnet.

Im Jahr 1934, während der Arbeiten auf dem russischen Grundstück in Bethanien, wurde ein rechteckiger Stein mit der Inschrift entdeckt: „Hier hörten Martha und Maria zum ersten Mal vom Herrn das Wort über die Auferstehung der Toten…“. An diesem Ort wurde die Kapelle von Martha erbaut, wo an Lazarus-Samstag feierliche Gottesdienste stattfanden.

Die Schottinnen Barbara und Alix nahmen bald das Klosterleben unter den Namen Maria und Martha an. Maria wurde die Äbtissin der Bethanien Mönchsgemeinschaft. Im Jahr 1937 eröffneten die Nonnen eine russische Internatsschule für arabische orthodoxe Mädchen. Im folgenden Jahr wurde ein neues Gebäude mit geräumigen Klassenräumen für die Schule errichtet, während das alte als Pensionat für Schüler und Personal genutzt wurde. Im Lehrplan wurden neben den üblichen Fächern auch der Gottesdienst und in den höheren Klassen die russische Sprache unterrichtet. Auf dem Grundstück wurde eine Höhle ausgehoben, in der ein Gebetsraum eingerichtet wurde, der später in die Kirche des heiligen gerechten Lazarus von den Toten umgewandelt wurde.

Anfang der 1980er Jahre war die Schule aufgrund des Mangels an christlichen Schülerinnen und der politischen Situation von der Schließung bedroht. Daraufhin wurde sie als allgemeinbildende Schule registriert und begann, Musliminnen aufzunehmen.

Bis 2015 wurden an der Schule etwa 415 Mädchen im Alter von 4 bis 16 Jahren unterrichtet. Der Gottesdienst wurde für Christinnen unterrichtet, der Koran für Musliminnen, und ab der 3. Klasse lernten alle Mädchen die russische Sprache. Für Kinder mit Entwicklungsstörungen wurden spezielle Programme angeboten. In den zusätzlichen Kursen beschäftigten sich die Mädchen mit Sport, Musik, Chorgesang, Handarbeit und angewandter Kunst.

Geo-Punkt

Русская школа в Вифании

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