Die Russische Staatsbibliothek, die größte in Russland und die zweitgrößte der Welt, wurde 1862 gegründet und gehörte ursprünglich zur Moskauer Öffentlichen und Rumjanzew-Museen. Seit ihrer Gründung erhält sie Pflichtexemplare aller in dem Land veröffentlichten Ausgaben. Am 24. Januar 1924 erhielt die Bibliothek den Namen W. I. Lenin, und am 6. Februar 1925 wurde sie zur Staatsbibliothek der UdSSR benannt. Seit dem 22. Januar 1992 ist sie als Russische Staatsbibliothek bekannt.
Derzeit beherbergt sie mehr als 47 Millionen Bücher, Dokumente und Artefakte. Jährlich besuchen über 800.000 Menschen die Bibliothek, und es werden etwa 100.000 neue Leserausweise ausgestellt. In der Bibliothek gibt es 36 Lesesäle, die gleichzeitig mehr als 1.500 Personen Platz bieten. Jeder Bürger Russlands oder eines anderen Landes, der 14 Jahre alt ist, kann Leser werden.
Ende 2014 ernannte das Ministerium für Kultur der Russischen Föderation die Russische Staatsbibliothek zum Betreiber der Nationalen Elektronischen Bibliothek. Dieses moderne Projekt bietet freien Zugang zu den Beständen wichtiger russischer Bibliotheken über ein einheitliches Portal und eine Suchmaschine.
Seit Januar 2017 beginnt die Bibliothek, Pflichtexemplare von Druckerzeugnissen und Dissertationen in elektronischer Form zu erhalten.
Die Bibliothek entwickelt sich aktiv weiter und sucht nach neuen Formen der Interaktion mit den Lesern. Auf Ausstellungen werden die besten und interessantesten Materialien aus ihren Beständen präsentiert. Im Jahr 2016 wurde in der RSL ein neuer Ausstellungsraum für große Ausstellungen, der Ivanov-Saal, eröffnet. Jede Ausstellung wird von Vorträgen und Führungen begleitet. Besucher können auch das Buchlager, das Pashkov-Haus, das Buchmuseum besichtigen und durch das Hauptgebäude schlendern. Bei Veranstaltungen wie der Biblionacht, dem Bibliotag und dem Tag der offenen Tür können sowohl Fachleute als auch Interessierte die Arbeit der Bibliothek kennenlernen.
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