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Ilja Jefimowitsch Repin

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Ilja Jefimowitsch Repin, geboren am 24. Juli (5. August) 1844 in Tschugujew, Russisches Kaiserreich, und gestorben am 29. September 1930 in Kuokkala, Finnland, war ein herausragender russischer Maler, Pädagoge, Professor und ordentliches Mitglied der Kaiserlichen Akademie der Künste. Schon in seiner frühen Kindheit zeigte er Interesse am Zeichnen, studierte Geodäsie und arbeitete als Lehrling bei Ikonenmalern. Er trat erst beim zweiten Versuch in die Akademie der Künste ein, kehrte später jedoch als Dozent dorthin zurück. Seine Werke wurden von bekannten Petersburger Aristokraten und sogar von Kaiser Alexander III. in Auftrag gegeben.

Repins Schaffen zeichnete sich durch feinen Psychologismus, Aktualität und die Reflexion gesellschaftlicher Aufgaben und Sorgen aus. Er wandte sich oft den Momenten des emotionalen Höhepunkts seiner Helden zu. Die Hauptgenres seiner Arbeiten umfassten Porträts, historische Szenen und Genremalerei. Zeitgenossen betrachteten ihn als Genie und einen der größten Künstler, obwohl Repin sich selbst als „gewöhnliche Figur“ bezeichnete und behauptete, talentlos zu sein. Er war ein sanfter und nachgiebiger Mensch, konnte jedoch leicht wütend werden, wenn jemand seine malerischen Prinzipien angriff. Bei der Arbeit an Porträts verliebte er sich nach eigenen Angaben „für kurze Zeit“ in das Modell, studierte die Bücher der dargestellten Schriftsteller, hörte die Musik von Komponisten und lernte große Zitate aus Gedichten von Dichtern auswendig. Dies war eine kurze, aber notwendige „Honeymoon“-Phase mit den Menschen, deren Bilder er schuf. Zum Beispiel war Repin bei der Arbeit an „Die Buren“ von Kanin begeistert und „verliebte sich leidenschaftlich in jede Eigenschaft seines Charakters und in jeden Farbton seiner Haut und Kleidung“. Forscher bezeichneten diese Leidenschaft als „berufliche Zweckmäßigkeit“. Obwohl Repin sowohl mit Aquarell als auch mit Tinte malte, hatten Ölfarben für ihn immer oberste Priorität. Er arbeitete mit Pinseln praktisch blind und versuchte, den Blick nicht von dem Modell abzuwenden.

Der Künstler verstarb am 29. September 1930 im Alter von 86 Jahren und hatte die Zeit, einen Abschiedsbrief an seine Freunde und Angehörigen zu schreiben:

„Lebt wohl, lebt wohl, liebe Freunde! Mir wurde viel Glück auf Erden geschenkt: ich hatte so unverdient viel Glück im Leben. Ich scheine meiner Berühmtheit gar nicht würdig zu sein, aber ich habe mich nicht darum gekümmert, und jetzt, im Staub ausgestreckt, danke ich, danke ich, ganz gerührt von der guten Welt, die mich immer so großzügig verherrlicht hat.“

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