In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts erlebte das sowjetische Volk schreckliche Prüfungen. Schätzungen zufolge wurden während des Großen Terrors etwa 10 Millionen Menschen erschossen. In Penza wurde die höchste Strafe in den düsteren Ahun-Wäldern vollstreckt.
Die Gefangenen wurden nachts gebracht, um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Im Schein der Scheinwerfer gruben sie hastig ihre eigenen Gräber. Um die Schüsse aus den Nagant-Pistolen zu dämpfen, ließen die NKWD-Mitarbeiter die Motoren der Lastwagen laufen, wonach ein Salve ertönte. Der Ort der Hinrichtungen wurde sorgfältig verborgen, aber manchmal wurden die Anwohner zufällig zu Zeugen. Professor Oleg Alexandrowitsch Barsukow erinnerte sich: "Meine Mutter kam einmal von der Datscha zurück. Der Weg führte zwischen Kiefern hindurch, und plötzlich bemerkte sie, dass aus dem frisch ausgegrabenen Sand eine Hand ragte. Die Finger bewegten sich leicht. Als sie den Sand beiseite schob, half sie einem jungen Mann mit einer Schusswunde heraus. Er erzählte, dass hier nachts eine Hinrichtung stattgefunden hatte, aber er hatte Glück, die Kugel war nur am Rand vorbeigegangen." Die Ahun-Wälder wurden nicht nur wegen ihrer Lage am Stadtrand als Hinrichtungsort gewählt, sondern auch wegen des sandigen Bodens, der das Graben von Gräbern erleichterte.
Iwan Osipowitsch Kistin, ein alteingesessener Bewohner des Surka-Kordon, erzählte, dass die Hinrichtungen politischer Gefangener auch im Gebiet des Kalaschny-Stausees stattfanden, wo sich heute das Dorf Sosnowka befindet. Seinen Angaben zufolge gab es in den 30er Jahren hier noch kein Dorf. "Mein Vater sagte, dass in den 30er Jahren nachts Verurteilte mit Lastwagen hierher gebracht wurden. Man hörte Schüsse. Die Gefangenen gruben sich selbst Gräber und begruben sich in einer Tiefe von einem halben Meter. Später, als an diesen Orten Sand für den Bau entnommen wurde, fand man Schädel, Knochen, ganze Skelette und Lederstiefel." Auf die Frage nach dem genauen Ort der Bestattungen antwortete er, dass sie am Ufer des Sees, bei einem Sandhügel, wo jetzt Kiefern wachsen, beerdigt wurden, die damals noch nicht vorhanden waren.
Die genaue Anzahl der Toten ist schwer festzustellen, da einige Dokumente bis heute geheim sind.
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