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Wolga-Museum für Eisenbahntechnik in Samara

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Am 9. November 2010 wurde auf dem Übungsgelände der Samara State University of Transport das Wolga-Museum für Eisenbahntechnik eröffnet.

Das Museum erstreckt sich über eine Fläche von 1,68 ha. Seine Lage wurde nicht zufällig gewählt: Erstens in der Nähe der Station Bezymyanka, wo während des Zweiten Weltkriegs Züge mit evakuierten Fabriken eintrafen, was den Beginn einer neuen industriellen Ära in Samara markierte. Zweitens werden hier Studenten verschiedener Fachrichtungen ausgebildet, für die die Geschichte der Eisenbahntechnik von besonderem Interesse ist.

Die Ausstellung beginnt mit einem Modell der Lokomotive der Tscherepanows. Unter den Exponaten befindet sich eine seltene Lokomotive der Serie P-36 Nr. 232, die im 20. Jahrhundert in einer Stückzahl von 251 hergestellt wurde und aufgrund ihrer charakteristischen Streifen als „General“ bekannt ist.

Im Museum sind die Lokomotiven L, Lv, Er sowie Haupt- und Rangierdiesellokomotiven vertreten. Auf einem separaten Gleis empfängt die Ufa-Kinderbahn junge Besucher. Die Elektrolokomotiven sind durch die Modelle ČS-2, ČS-4, VL22, VL23, VL8, VL10 sowie die Triebzüge ER2 und ER-200 vertreten.

Besonderes Augenmerk gilt dem Steuerwagen des Triebzugs Sd, der am 7. November 1944 seine erste Fahrt auf dem elektrifizierten Abschnitt Kuibyschew, Bezymyanka, antrat.

Die Ausstellung umfasst verschiedene Arten von Wagen, sowohl Güter- als auch Personenwagen, darunter einen erbeuteten deutschen Tankwagen, einen Heizwagen, einen Küchenwagen und einen Bäckereiwagen.

Das Verwaltungsgebäude, der Bahnhof der Station Dashkovo, der 1874 erbaut wurde, ist ein historisches Artefakt. Die Balken, aus denen das Gebäude errichtet wurde, sind nach anderthalb Jahrhunderten kaum beschädigt und wurden für seine Restaurierung verwendet.

Die Station ist nach der Fürstin E. R. Dashkova, der Präsidentin der Russischen Akademie der Wissenschaften, benannt. Im Gebäude wird eine Ausstellung zur 140-jährigen Geschichte der Kuibyschewer Eisenbahn präsentiert, sowie ein Dienstzimmer mit Eichenmöbeln aus dem 19. Jahrhundert, einem Morse-Telegraphen und anderen historischen Gegenständen.

Besucher können sich in einem Kinosaal mit 28 Plätzen mit Video- und Fotomaterialien vertraut machen.

Im Ausstellungsraum sind Fotos und Dokumente ausgestellt, die die Geschichte der Kuibyschewer Eisenbahn seit 1867 erzählen. Besonderes Augenmerk gilt den Materialien über die Arbeit der Hauptstrecke während des Zweiten Weltkriegs unter der Leitung von Boris Pawlowitsch Beschew.

Auf dem Freigelände des Museums sind neben dem rollenden Material auch Signale, Ampeln, Teile von alten Brücken und ein Weichenantrieb mit Melentjew-Schloss installiert. Der Kontaktleiter ist auf verschiedenen Masten gespannt, und Gleisinstrumente sowie Schienen sind auf einer separaten Tafel präsentiert.

Besucher können nicht nur die Exponate besichtigen und anfassen, sondern auch die Uniform eines Lokführers anprobieren.

Heute gibt es im Museum mehr als 50 Einheiten des rollenden Materials, darunter Lokomotiven, Elektrolokomotiven und Wagen, von denen jeder mit einer Tafel zur Geschichte versehen ist. In zwei Jahren haben mehr als 40.000 Menschen das Museum besucht. Insgesamt gibt es im Museum mehrere Hundert einzigartige Exponate, darunter seltene Archivdokumente und Fotografien.

Geo-Punkt

Поволжский музей железнодорожной техники в Самаре

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