Das Gemälde „Über dem ewigen Frieden“ wird sofort mit dem Namen des Landschaftsmalers Isaak Levitan assoziiert und gilt als Symbol der russischen Kunst. Doch nur wenige wissen, dass es in der kleinen Stadt Ples entstanden ist, die eine Schlüsselrolle in der Entwicklung des Stils des Künstlers spielte. Levitan widmete diesen Orten viele seiner Werke, die ihm Ruhm und Anerkennung einbrachten.
Levitan kam zufällig zum ersten Mal nach Ples. Im Alter von 27 Jahren, nach dem Abschluss der Schule ohne Diplom und in einem kreativen Krisenzustand, arbeitete er als Lehrer für Landschaftsmalerei. Nachdem er etwas Geld gespart hatte, machte er sich mit Freunden auf eine Reise entlang der Wolga auf der Suche nach Inspiration. Doch der Beginn der Reise enttäuschte ihn: Das Wetter war trüb und die Wolga schien langweilig. Doch als er an Ples vorbeifuhr, bestand der Künstler plötzlich darauf, an Land zu gehen und in dieser Stadt zu bleiben. Obwohl seine Begleiter nicht von der Aussicht begeistert waren, in einem kleinen Fischerdorf zu verweilen, stimmten sie zu, da Levitan hier Inspiration fand.
Trotz seines kurzen Aufenthalts verliebte sich Levitan in Ples und verbrachte dort später drei Sommer, in denen er über 200 Werke schuf, darunter eine Skizze der Peter-und-Paul-Festung, die die Grundlage für sein berühmtes Gemälde „Über dem ewigen Frieden“ wurde.
Nach dem Abschluss seiner „Ples-Periode“ wurde Levitan in die Gesellschaft der Wanderkünstler aufgenommen, und sein Mäzen wurde der Wohltäter Sergej Morozov. Der Künstler vergaß Ples nicht und kehrte mit Freunden aus den „Wanderern“ dorthin zurück. Dadurch wurde die Stadt bald zu einem beliebten Erholungsort für Moskauer und Petersburger. Die Einheimischen scherzen bis heute: „Levitan schuf Ples, und Ples schuf Levitan.“
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.