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Jan Krišjānovičs Pliekšāns

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Jan Krišjānovičs Pliekšāns wurde in die Familie des Pächters Krišjānis Pliekšāns geboren. Zunächst besuchte er die deutsche Schule in Daugavpils, die heute den Namen Rainis trägt, und schloss 1884 das städtische Gymnasium in Riga ab. Von 1884 bis 1888 studierte er Rechtswissenschaften an der Universität St. Petersburg, wo sich seine materialistische Weltanschauung herausbildete. Ab 1887 begann er zu publizieren, und von 1891 bis 1895 war er Chefredakteur der Zeitung „Dienas Lapa“. 1895 erschienen seine ersten Gedichte.

Im Juni 1897 wurde er verhaftet, und im Gefängnis der Rigaer Provinz vollendete er die Übersetzung von Goethes „Faust“ ins Lettische. Im Dezember 1897 wurde Rainis nach Pskow verbannt und 1899 in die Stadt Slobodskoy in der Wjatka-Provinz, wo er die Gedichtsammlung „Fernklänge an blauen Abenden“ mit revolutionären Ideen schuf.

1903, nach seiner Rückkehr aus dem Exil, beteiligte sich Rainis aktiv am Kampf der lettischen Sozialdemokratie. Er schrieb das symbolische Drama „Feuer und Nacht“, das dem Kampf und der ewigen Entwicklung des Lebens gewidmet ist. 1905 erschien die Sammlung „Saat des Sturms“, und Ende desselben Jahres ging er in die Schweiz. Dort entstanden die Gedichtsammlungen „Stilles Buch“, „Die, die nicht vergessen“, die Stücke „Goldenes Pferd“, „Indulis und Arija“ sowie „Ich spielte, tanzte“, veröffentlicht 1919. In dem Gedicht „Ave, sol!“ preist er die Sonne als Symbol der Freiheit. Der philosophische Sammelband „Ende und Anfang“ ist dem Proletariat gewidmet. Ein wichtiger Platz in der lettischen Dramatik nimmt das Stück „Weh, Lüftchen!“ ein, und in der Tragödie „Joseph und seine Brüder“ erforschte Rainis die Themen Liebe und Hass, Vergebung und Rache.

1920 kehrte Rainis nach Lettland zurück. Er schuf die Tragödie „Ilja Muromez“ auf der Grundlage russischer Epen und veröffentlichte die Gedichtsammlung „Fünf Skizzenhefte von Dagda“.

Er nahm aktiv am politischen Leben des Landes teil. 1917 versuchten die Menschewiki, ihn in ihre Liste für die Wahlen zur Allrussischen Verfassungsversammlung aufzunehmen, konnten jedoch nicht rechtzeitig seine Zustimmung erhalten. 1920 wurde Rainis in die Verfassunggebende Versammlung der Lettischen Republik von der LSDRP gewählt und kandidierte für den Vorsitz, unterlag jedoch Jānis Čakste. Er war einer der Autoren der Verfassung Lettlands.

Von 1921 bis 1925 war Rainis Direktor des Nationaltheaters, und von 1926 bis 1928 bekleidete er das Amt des Ministers für Bildung. Am 28. Februar 1925 wurde er der erste lettische Kulturvertreter, der mit dem Orden der Drei Sterne I. Klasse ausgezeichnet wurde.

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