Die erste internationale Luftschiffausstellung fand 1911 in St. Petersburg auf Initiative der Kaiserlichen Russischen Technischen Gesellschaft im Michailowski-Manège statt.
Bei der Eröffnungszeremonie am 10. April 1911 bemerkte der Vorsitzende der Gesellschaft, Wladimir Kowalewski: „In den letzten 10 Jahren hat sich der schöpferische Genius der Menschheit auf das Streben konzentriert, den Luftraum zu erobern. Was lange Zeit nur ein Traum war, ist Realität geworden, und diese Realität wird hier im Michailowski-Manège präsentiert. Die Eroberung des Luftelements erforderte viele Opfer und erhebliche Ressourcen. Wenn der Mensch in die himmlischen Höhen aufsteigt, spürt er das Göttliche in sich und die Freude über den Sieg des Geistes über die Materie. An diesem Sieg haben viele Verdienste russischen Denkens, Talents und Energie. Wir stehen der Weltgemeinschaft im Bereich der Luftfahrt nicht nach.
Auf der Ausstellung stellte die Gesellschaft für russische Luftfahrt „V.A. Lomatsch und Co.“ die meisten Exponate aus, die die Vertretung vieler europäischer Unternehmen erhielt und in Petersburg Werkstätten organisierte, in denen russische Arbeiter unter der Anleitung erfahrener Meister verschiedene Arten von Flugzeugen aus einheimischen Materialien herstellten. Bemerkenswert ist, dass neun Zehntel der Exponate der Gesellschaft mit Goldmedaillen ausgezeichnet wurden. Besonders viel Aufmerksamkeit erregten die Konstruktionen der Monopläne von A. Kudaschow und J. Gakkel.
Die Eröffnung der Ausstellung wurde von beeindruckenden Lichteffekten begleitet. Nach der offiziellen Bekanntgabe des Beginns der Veranstaltung erstrahlte der gesamte Michailowski-Manège in Tausenden von elektrischen Lampen, die in kleinen Luftballons versteckt waren und an ihnen hängenden Gondeln befestigt waren. Zeitgenossen schrieben begeistert: „Vom Newski-Prospekt schien es, als würde ein Flugzeug der Zukunft vom Himmel herabsteigen, um die erstaunliche Ausstellung mit bisher ungekannten elektrischen Effekten zu bewundern.“
Die Ausstellung hinterließ einen starken Eindruck durch die Vielfalt der Exponate, sowohl aus dem Ausland als auch aus dem Inland. Es war erstaunlich, wie Russland in so kurzer Zeit einen so bedeutenden Schritt in der Produktion von Fluggeräten machen konnte.
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