Derzeit hat der Fluss Sura seine Bedeutung als Schifffahrtsader verloren, und Dampfschiffe wie "Lermontow" und "Chaika" verkehren nicht mehr. Vor der Revolution fuhren jedoch Dutzende verschiedener Schiffe auf der Sura.
Die Passagierbeförderung wurde damals von vier privaten Unternehmen durchgeführt. Seit 1875 gab es in Penza eine Schifffahrtsagentur des Kaufmanns Popow, gefolgt von den Büros von Koshimyakin, Bulichyov und der Firma "Brüder Talantsev", die bis zur Oktoberrevolution tätig war. Ihre Flotten umfassten verschiedene Schiffe. Zum Beispiel verkehrten bei Talantsev die Dampfschiffe "Perekat" und das zweideckige "Chaika". Im Durchschnitt transportierten sie bis zu 13.000 Menschen pro Jahr, was 10 % der damaligen Bevölkerung von Penza entsprach. Andere Unternehmer kauften Schiffe in Frankreich. Unter den Fracht-Passagierschiffen waren "Oshibka" mit einer Tragfähigkeit von bis zu 8 Tonnen und "Neozhidannyy", das bis zu 29 Tonnen transportieren konnte.
In den Zeitungen jener Zeit konnte man Berichte über die Schifffahrt im Jahr 1910 lesen, als Dampfschiffe, darunter das neue zweideckige Dampfschiff "Chaika", das 1908 vom Stapel lief, im Dorf Promzino ankamen. Dieses Dampfschiff beeindruckte mit der Ausstattung der Kabinen der ersten und zweiten Klasse. Seine Maße: Länge 39,37 Meter, Breite 5,8 Meter. Der Tiefgang mit Last betrug 0,84 Meter, ohne Last 0,44 Meter. Die Passagierkapazität: erste Klasse 16 Personen, zweite Klasse 14 Personen, dritte Klasse 182 Personen. Die Besatzung des Dampfschiffs bestand aus 22 Personen.
Der Güterumschlag der Anlegestellen an der Sura überstieg deutlich die Werte von Simbirsk an der Wolga. In den oberen Regionen der Sura, in Penza, wo der Fluss bereits nicht mehr so groß ist, arbeiteten 1580 Menschen an der Güteranlegestelle und der Werft.
In der Provinz Penza gab es auch eigene Werften, und Penza war eines der Zentren des Schiffbaus. Obwohl hier nur Holzschiffe gebaut wurden, stellte die Provinz jährlich bis zu 16 Schiffe vom Typ "Suryak" und "Mokshanka" her. Die Länge der "Suryaks" erreichte fast 130 Meter, und ihre Tragfähigkeit betrug 100.000 Tonnen. Sie transportierten in der Regel Industriewaren, Brot, Spirituosen und Getreide.
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