Kronstadt, das auf dem Wasser liegt, ist bekannt für seine zahlreichen Brücken, von denen die meisten noch in der Zeit des Russischen Kaiserreichs erbaut wurden. Unter ihnen sticht die Penkov-Brücke hervor, die ursprünglich 1873 errichtet und 1887-1888 umgebaut wurde. Diese Drehbrücke überquerte den Obvodny-Kanal und ermöglichte es Segelschiffen mit hohen Masten, hindurchzufahren.
Die Brücke bewahrte ihr vorrevolutionäres Aussehen fast 100 Jahre, bis in den 1970er Jahren eine umfassende Renovierung begann, die 1972 abgeschlossen wurde. Im vergangenen Jahr wurde die Brücke erneut renoviert, wobei etwa fünftausend Gusseisenplatten auf ihre Oberfläche verlegt wurden, von denen fünfhundert noch im Russischen Kaiserreich hergestellt wurden. Im Gegensatz zu den meisten anderen Brücken der Stadt, die längst asphaltiert sind, hat diese Brücke ihre einzigartige Beschichtung bewahrt.
Die Konstruktion der Brücke umfasst einen Überbau aus acht geschweißten I-Trägern, die mit einer orthotropen Fahrbahnplatte mit Längs- und Querrippen verbunden sind. Der neue Überbau wiederholt die Konturen der früheren Träger: der obere Flansch ist kurvenförmig geformt, während der untere gerade ist. Auf der Metallplatte liegt eine Schutzschicht aus wasserbautechnischem Beton mit einem Metallgitter und Gusseisenplatten, deren Hohlräume mit feinkörnigem Asphaltbeton gefüllt sind. Die Widerlager der Brücke bestehen aus Bruchsteinmauerwerk mit Granitverkleidung, die die Granitwände der Uferpromenade fortsetzt. Unter den Widerlagern liegen Granitplatten auf Holzschwellen, und zur Verbindung der Widerlager mit dem Damm wurden Stahlbetonübergangsplatten verwendet. Die Brücke ist zudem mit Metallgeländern ausgestattet.
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