Der Fracht- und Passagierdampfer wurde 1886 in Tjumen auf der Werft der Gesellschaft „Kurbatov und Ignatov“ auf Bestellung des sibirischen Industriellen A. M. Sibirjakow gebaut. Die Besatzung bestand aus 12 Personen, und von 1907 bis 1927 war Nikolai Fedorowitsch Siwkow Kapitän.
Der Dampfer „Heiliger Nikolaus“ gehörte dem Kaufmann A. M. Sibirjakow und galt zu seiner Zeit als das schnellste Schiff auf dem Jenissei. Er verkehrte zwischen Jenisseisk, Krasnojarsk und Minusinsk.
Am 1. Juli 1891 kam der Thronfolger Nikolai Alexandrowitsch, der zukünftige Kaiser Nikolai II., mit diesem Dampfer aus dem Dorf Berjosowskoje nach Krasnojarsk.
Am 30. April 1897 fuhr W. I. Uljanow Lenin zusammen mit W. W. Starkow und G. M. Krzhizhanovsky auf dem Dampfer „St. Nikolaus“ von Krasnojarsk nach Nowosjolowo, wo er ins Exil geschickt wurde.
Nach der Oktoberrevolution 1917 wurde der Dampfer in „Nikolai“ umbenannt. 1927 wurde er in eine nicht selbstfahrende Öltankerbarge umgebaut, und 1960 wurde er auf den Schiffsfriedhof geschickt.
1970 wurde der Dampfer restauriert und beherbergt seitdem eine Ausstellung, die dem Leben von W. I. Lenin im Exil und seinem Aufenthalt auf dem Schiff gewidmet ist.
Heute wird er als Museumsschiff mit einer Ausstellungsfläche von 300 m² genutzt und liegt an der Uferpromenade des Jenissei im Zentrum von Krasnojarsk. Oft wird er „St. Nikolaus“ genannt.
Neben der ständigen Ausstellung zur Geschichte des Dampfers finden hier auch temporäre Ausstellungen statt.
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