Sawwa Jakowlew war einer der größten Unternehmer Russlands, besonders im Ural. Zu seinem Tod im Jahr 1784 umfasste sein Industrieimperium im Ural, mit Zentrum in Niewjansks, 22 Fabriken. Jakowlew wurde nicht nur für seine Geschäftstüchtigkeit, sondern auch für seine Grausamkeit berühmt.
40 Jahre nach seinem Tod, im Jahr 1824, beschlossen seine Enkel, ein Denkmal zu seinen Ehren auf dem Kathedralenplatz in Niewjansks zu errichten. Das Granitfundament für das Denkmal wurde bereits Mitte des 18. Jahrhunderts von Akinfij Demidow für ein Denkmal seines Vaters Nikita erworben, aber dieses Projekt wurde nicht abgeschlossen. Letztendlich wurde dieses Podest die Grundlage für das Denkmal eines anderen bekannten Unternehmers.
Die Enkel scheuten keine Kosten für die Büste und beauftragten sie bei bekannten Petersburger Meistern: dem Maler O. Kiprenski, der das berühmte Porträt von A. S. Puschkin schuf, und dem Bildhauer M. Krylow. Im August 1826, nach Abschluss der Arbeiten, wurde die Büste von Petersburg nach Niewjansks verschickt, wobei der Großteil des Weges über Wasser zurückgelegt wurde. Die Transportüberwachung oblag Semen Tschernawin, der für seine Leidenschaft für Alkohol bekannt war. Aufgrund seiner ständigen Trunkenheit fiel die in Kisten verpackte Büste beim Umladen von Wolga-Schiffen auf Kam-Schiffe ins Wasser.
Nach diesem Vorfall erhielt Tschernawin eine Rüge und detaillierte Anweisungen: Die Büste sollte ausgepackt, sorgfältig abgewischt, in trockene Kisten mit Sägemehl gelegt und zuvor in Papier gewickelt werden. Ihm wurde auch befohlen, bis zum Abschluss des Auftrags auf Alkohol zu verzichten. Das Denkmal wurde im Frühjahr 1827 feierlich auf dem Platz vor der Spaso-Transfiguration-Kirche eröffnet, wo auf das Granitpodest eine Eisenkolonne mit der Büste Jakowlews gesetzt wurde. Zu Ehren des Festes erhielten die Arbeiter der Fabrik von den Besitzern je ein Glas Wodka.
Nach der Oktoberrevolution wurde die Büste Jakowlews vom Podest gestürzt, und im November 1925 wurde an ihrer Stelle ein Denkmal für Lenin errichtet.
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