Über neun Jahre, beginnend mit der ersten Ausgabe, war P. M. Olchin der Herausgeber der Zeitschrift „Wokrug Sweta“. Er war einer der Gründer der Publikation, die dank seiner Bemühungen über viele Jahre hinweg eine der beliebtesten in Russland wurde.
Olchin leistete einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung des Verlagswesens in unserem Land, obwohl sein Name heute zu Unrecht vergessen ist.
Pawel Matwejewitsch wurde 1830 in St. Petersburg geboren, wo er sein ganzes Leben verbrachte. Er schloss die Medizinisch-chirurgische Akademie ab und begann seine Karriere mit Übersetzungsarbeiten im Verlag von Maurizij Osipowitsch Wolf, was den Beginn seiner literarischen Tätigkeit darstellte.
In seinem 85 Jahre währenden Leben veröffentlichte Pawel Matwejewitsch etwa fünfzig populärwissenschaftliche Werke, in denen er komplexe Themen in einfacher Sprache erklärte. Neben Büchern redigierte er 17 Zeitschriften, darunter die bekannteste, „Wokrug Sweta“, und deren Beilagen. Nach dem Erscheinen der Zeitschrift im Jahr 1861 stieg das Interesse an der Erforschung der Natur Russlands und der Naturwissenschaften in der Gesellschaft deutlich an, was Olchin zu verdanken war.
Darüber hinaus passte Pawel Matwejewitsch die Stenografie an die russische Sprache an, indem er die deutsche Methode verwendete, und sein System wurde beim Wettbewerb von 1865 als das beste anerkannt. Er erstellte ein Lehrbuch zur Stenografie und unterrichtete sie in speziellen Kursen. Zu dieser Zeit empfahl er seinem Freund Dostojewski eine seiner besten Schülerinnen, Anna Snitkina, die später die Frau des Schriftstellers wurde.
Olchin trug auch zu anderen kreativen Bereichen bei, indem er die Idee zur Gründung einer Zeitschrift über Fotokunst vorschlug. In den 1880er Jahren erschien die Zeitschrift „Fotografischer Wochenspiegel“, die sich mit Methoden der Aufnahme und Bearbeitung von Fotografien beschäftigte.
Eine besondere Errungenschaft Olchins war die Arbeit mit Vorschulkindern in der St. Petersburger Fröbelgesellschaft. Er entwickelte Spiele für sie, gab Zeitschriften heraus und veröffentlichte Artikel für Eltern über Erziehung.
Pawel Matwejewitsch Olchin starb 1915 im Alter von 85 Jahren, aber seine Werke leben bis heute weiter.
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