Im Jahr 1799 endete die Belagerung der Festung Korfu im Mittelmeer. Unsere Matrosen haben die Franzosen und Türken ernsthaft in Mitleidenschaft gezogen, besonders beeindruckte sie die Reichweite und Genauigkeit des Feuers unserer Kanonen. Einer der Kapitäne der französischen Flotte bemerkte sogar: "Das beste Pulver der Welt, russisch. Wir haben uns während der Belagerung von Korfu von seiner Überlegenheit gegenüber allen bekannten Sorten überzeugt, als die Russen Bomben mit einem Gewicht von 25 kg auf beträchtliche Entfernungen warfen." Der französische Seemann übertrieb nicht, denn unser Pulver galt tatsächlich als das beste.
Der Grundstein wurde von Peter I. gelegt. Nach der Rückeroberung eines Teils der nordischen Länder von den Schweden befahl er die Gründung einer "Pulvermühle" in Ohta. Zu dieser Zeit wurde Pulver in kleinen Fabriken produziert und war von geringer Qualität, was in Kriegszeiten dringend behoben werden musste. Um das "Pulverhandwerk" zu erlernen, wurden nicht nur einheimische Spezialisten, sondern auch Peter I. ins Ausland geschickt. Indem sie die Erfahrungen ihrer ausländischen Kollegen übernahmen und manchmal heimlich deren Geheimnisse studierten, eröffneten die russischen Ingenieure später ihre eigene Fabrik.
In einigen Aspekten übertrafen unsere Meister sogar ihre Lehrer. Zu den Legenden der Ohtinsker Fabrik gehören Egor Markov und Ivan Leontyev, die die Technologie des Schwarzpulvers verbesserten. Die Geschichte der Ohtinsker Fabrik ist auch mit den Namen herausragender russischer Wissenschaftler verbunden: Mendeleev, Zasyadko, einem Spezialisten für Raketentechnologie, Zakharov, dem Autor einer sicheren Methode zur Trocknung von Pyroxylin, und Konstantinov, einem Wissenschaftler im Bereich Maschinenbau und Automatisierung. Alle haben einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung der heimischen Rüstungsindustrie geleistet.
Die Arbeit in Ohta war jedoch äußerst gefährlich. In der gesamten Geschichte der Fabrik gab es hier 92 Explosionen unterschiedlicher Stärke. Die schlimmste ereignete sich im Jahr 1803 und forderte das Leben von 18 Menschen. Alexander I. besuchte persönlich die Fabrik nach der Tragödie, setzte den Familien der Verstorbenen Renten aus und ordnete den Umbau der Fabrik an. Übrigens funktioniert die Fabrik auch in unserer Zeit.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.