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Museum der Geschichte des GULAGs

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Der politische Terror, der von den Bolschewiken durchgeführt wurde, betraf alle Schichten der ehemaligen russischen Gesellschaft. Anschuldigungen wegen konterrevolutionärer Aktivitäten, der Organisation terroristischer Akte, Spionage und Sabotage wurden sowohl gegen Mitglieder der WKP(b) als auch gegen analphabetische Bauern erhoben, die oft nicht einmal die Formulierung ihrer Anklagen wiederholen konnten.

Am 15. August 1937 unterzeichnete der Volkskommissar für innere Angelegenheiten der UdSSR N.I. Ezhov den operativen Befehl des NKWD Nr. 00486, der sich auf die Repressionen gegen die Frauen und Kinder der "Vaterlandsverräter" bezog. Laut diesem Dokument sollten die Frauen der wegen "konterrevolutionärer Verbrechen" Verurteilten verhaftet und für einen Zeitraum von 5 bis 8 Jahren in Lager eingesperrt werden, während ihre Kinder im Alter von 1-1,5 bis 15 Jahren in Waisenhäuser geschickt wurden.

In jeder Stadt, in der die Operation zur Repression der Frauen der "Vaterlandsverräter" durchgeführt wurde, wurden Kinderaufnahmestellen für die Kinder der Verhafteten eingerichtet. Der Aufenthalt in solchen Einrichtungen konnte von einigen Tagen bis zu mehreren Monaten dauern. Lyudmila Fyodorovna Petrova aus Leningrad, Tochter repressierter Eltern, erinnert sich: "Wir wurden in ein Auto gesetzt. Mama wurde vor dem Gefängnis 'Kresty' abgesetzt, und uns brachte man in die Kinderaufnahmestelle. Ich war 12 Jahre alt, mein Bruder acht. Zuerst wurden wir kahl geschoren, um den Hals hängte man uns ein Brett mit einer Nummer, wir wurden fingerprintiert. Mein Bruder weinte sehr, aber man trennte uns, ließ uns nicht treffen oder sprechen. Nach drei Monaten wurden wir nach Minsk gebracht."

Aus den Kinderaufnahmestellen wurden die Kinder in Waisenhäuser geschickt. Brüder und Schwestern hatten praktisch keine Chance, zusammen zu bleiben; sie wurden getrennt und in verschiedene Einrichtungen geschickt. Anna Oskarovna Ramenskaya, deren Eltern 1937 in Chabarowsk verhaftet wurden, erinnert sich: "Ich wurde in die Kinderaufnahmestelle in Chabarowsk gebracht. Der Tag unserer Abreise blieb mir für immer in Erinnerung. Die Kinder wurden in Gruppen aufgeteilt. Der kleine Bruder und die Schwester, die an verschiedenen Orte kamen, weinten verzweifelt und klammerten sich aneinander und baten darum, nicht getrennt zu werden. Aber weder Bitten noch bitteres Weinen halfen... Wir wurden in Güterwagen gesetzt und weggebracht..."

In einem der Punkte des Befehls des NKWD "Über die Operation zur Repression der Frauen und Kinder der Vaterlandsverräter" wird zum ersten Mal der Begriff "sozial gefährliche Kinder" erwähnt.

Geo-Punkt

Музей истории ГУЛАГа

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