Im neunzehnten Jahrhundert schenkte Russland der Welt viele herausragende Persönlichkeiten, und einer dieser Genies war Michail Osipowitsch Mikeshin, geboren in Smolensk in einer Familie von Salzbeamten. Seine Liebe zur Malerei führte ihn zu dem Ikonenmaler Tita Andronowitsch, doch das junge Talent benötigte eine professionellere Schule. Der Staatsrat Andrei Alexandrowitsch Wonljarljanski beschloss, seinem Landsmann zu helfen und finanzierte sein Studium an der Kaiserlichen Akademie der Künste. Er überzeugte die Eltern, Michail in die Hauptstadt zu lassen.
Mikeshin zog sofort die Aufmerksamkeit der Lehrer auf sich, und am Ende seiner Ausbildung erwarb der Kaiser Nikolaus I. selbst sein Gemälde „Leibgarde-Husaren am Wassertrinkplatz“. Doch der wahre Ruhm wartete auf ihn. Mit 23 Jahren schloss er die Akademie ab, erhielt die große Goldmedaille für die Arbeit „Einzug Tillys in Magdeburg“ und den Titel eines klassifizierten Künstlers. Trotz seiner Jugend wurde er schnell einer der führenden russischen Maler und beschloss, am Wettbewerb für das Denkmal des Jahrtausends Russlands teilzunehmen. Sein Sieg im Wettbewerb war ein echter Durchbruch: Er erhielt den Orden des Heiligen Wladimir 4. Klasse und eine lebenslange Rente von 1200 Rubel. Darauf folgten Aufträge nicht nur aus Russland, sondern auch aus dem Ausland. Nach seinen Entwürfen wurden Denkmäler in verschiedenen Städten errichtet, darunter Nischni Nowgorod, Nikolaev, Rostow am Don, Nowotscherkassk, Lissabon und Belgrad. Er entwarf auch das Grabmal des Fürsten Posharsky.
Mit 34 Jahren wurde Michail Osipowitsch zum Akademiker ernannt. Er war ein Mensch mit breiten Interessen und beschäftigte sich neben der Malerei auch mit redaktioneller Arbeit in einer satirischen Zeitschrift. Zu dem Zeitpunkt seines Todes war er erst 60 Jahre alt, und vielleicht war das das Beste, denn nach dem Machtantritt der Bolschewiki wurden viele seiner Werke zerstört, was schwer zu ertragen gewesen wäre. In unserer Zeit wird das Andenken an den großen Meister allmählich wiederhergestellt, und in Smolensk wurde ihm ein Denkmal gesetzt.
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