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Metenkow Weniamin Leontjewitsch

Фото 1
Weniamin Leontjewitsch Metenkow wurde 1857 in Miass, im südlichen Ural, geboren. Schon in jungen Jahren faszinierte ihn die Fotografie, obwohl seine Familie der altgläubigen Gemeinschaft dieses Interesse nicht unterstützte. Trotz alledem wählte Metenkow die Fotografie und zog nach Jekaterinburg, wo er bald bekannt wurde.

Seine meisterhaft ausgeführten Einzel- und Gruppenporträts begannen in den Alben der Bewohner von Jekaterinburg zu erscheinen. Metenkow verstand es, den Charakter der Menschen präzise einzufangen und ihre Verbindung zur Realität zu bewahren. Neben Porträts fotografierte und veröffentlichte er auch Ansichten des bergbaulichen Urals. 1887 wurden seine Arbeiten mit einer Silbermedaille auf der Sibirisch-Uralischen Industrieausstellung ausgezeichnet, und 1899 erhielt er eine Goldmedaille auf der Weltausstellung für Fotografie in Paris. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren Postkarten mit seinen Fotografien in ganz Europa bekannt.

1896 kaufte Metenkow ein Haus an der Kreuzung der Klubbstraße und des Wosnesenski-Prospekts. Bald darauf eröffnete dort der erste fotografische Laden und Fotostudio der Stadt, ausgestattet mit modernster Technik.

Metenkow wurde auch einer der ersten, der das Kino im Ural förderte. Ab 1904 begann er, Filmkameras in seinem Geschäft zu verkaufen, und ab 1910 produzierte er Filme über das Leben im Ural.

1919 verließ Metenkow mit seiner Familie Jekaterinburg und lebte eine Zeit lang bei Verwandten in Tomsk. 1920 wurden sein Haus und seine Ausrüstung nationalisiert, und die Räumlichkeiten wurden von der Agitationsabteilung und dem Fotolabor des Telegraphenamtes genutzt.

Die Trennung von Jekaterinburg hielt er nicht aus, und 1922 kehrte Metenkow in die Stadt zurück. Ohne eigenes Zuhause lebte er vorübergehend bei Bekannten und arbeitete in verschiedenen Verlagen. Weniamin Leontjewitsch Metenkow starb 1933, der Ort seiner Beisetzung ist unbekannt.

1993 wurde beschlossen, in seinem ehemaligen Haus ein Fotomuseum des Urals zu gründen, später begann dort der "Fotoladen Metenkows" zu arbeiten. So nahm der Name des berühmten Jekaterinburgers erneut einen würdigen Platz in der Geschichte der Stadt ein.

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