Es gibt nur wenige russische Stars im weltweiten Basketball, und das Schicksal von Tom Meshery (bürgerlicher Name Tomislav Nikolaevich Mesheryakov) ist erstaunlich. Er war einer der ersten Russen in der NBA. Geboren 1938 in Harbin in einer Familie eines Offiziers der Koltschak-Armee. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog seine Familie nach San Francisco. In Amerika änderte Tomislav seinen Namen in Thomas Meshery. Basketball begeisterte ihn schon in der Schule, wo er hervorragende Geschwindigkeit und Technik zeigte. Sein Team wurde eines der besten in Kalifornien, und Mesheryakov wurde in die symbolische Schulmannschaft der USA berufen.
Die Trainer bemerkten schnell sein Talent, und 1960 trat Tomislav Nikolaevich dem Club „Philadelphia Warriors“ bei. Dank seiner beeindruckenden Statur und Größe (2,1 Meter) erhielt er die Rolle des „bösen Buben“. Mesheryakov scheute sich nicht, den Ball hart zu erkämpfen, verteidigte aktiv den Korb, stellte sich für seine Teamkollegen ein, konnte dem Schiedsrichter frech antworten, brachte aber immer die benötigten Punkte für das Team. Er wurde schnell bei den Fans beliebt und zum Publikumsliebling. 1963 wurde Tomislav Nikolaevich für das NBA-All-Star-Spiel ausgewählt. Insgesamt spielte Mesheryakov 778 Spiele in der NBA und erzielte im Durchschnitt 12 Punkte pro Spiel. Allerdings hatte er auch einen anderen „Rekord“: Wegen Streitigkeiten mit den Schiedsrichtern wurde er 89 Mal aus den Spielen ausgeschlossen.
Seine Karriere beendete er 1971, und der gesamte Club verabschiedete ihn in den „Ruhestand“. Die Führung der „Philadelphia Warriors“ zog die Nummer 14, unter der er spielte, nur für ihn zurück. Später versuchte Tomislav Nikolaevich, als Trainer zu arbeiten, aber die Karriere verlief nicht erfolgreich. Er gab sich selbst die Schuld für seine übermäßige Impulsivität und kam zu dem Schluss, dass die Trainerarbeit nicht für ihn geeignet ist. Jetzt genießt Mesheryakov seinen wohlverdienten Ruhestand und schreibt Bücher.
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