Auf der Suche nach Wegen, um schreckliche Krankheiten wie Pest, Pocken, Cholera, Typhus und Lepra zu besiegen, blieb die Forschung im Bereich der gesunden Ernährung lange Zeit unbeachtet. Dr. Jekaterina Michailowna Kuzmina war eine der ersten, die auf dieses Problem aufmerksam wurde. Sie wurde am 17. September 1904 in Chwalynsk, in der Provinz Saratow, geboren. Nach der Revolution emigrierte ihre Familie in die Schweiz, wo Jekaterina das Medizinstudium an der Universität Lausanne abschloss.
Ihr Interesse an der Diätologie entstand, nachdem einer ihrer Patienten an Krebs gestorben war. Dies motivierte sie, sich mit Onkologie zu beschäftigen. Sie führte Experimente an krebskranken Laborratten durch, indem sie sie ausschließlich mit natürlichen Produkten fütterte: Vollkornweizen, Bierhefe, rohem Gemüse und trockenem Brot. Zu Kuzminas Überraschung verlangsamte sich die Krankheit bei den Ratten fast um die Hälfte. Später schrieb sie: "Die Experimente an Ratten zeigten die Wechselwirkung zwischen Ernährung und Krankheitsentwicklung. Heute nennt man das orthomolekulare Medizin, die Vitamine, Aminosäuren und Nährstoffe zur Therapie und Prävention von Krankheiten nutzt."
Kuzmina kam zu dem Schluss, dass eine der Ursachen für Krebserkrankungen falsche Ernährung sein könnte. Sie empfahl, den Zuckerkonsum zu reduzieren, gebratenes Fleisch und Konserven zu vermeiden sowie auf Kaffee, Tabak und Alkohol zu verzichten. In den 1940er Jahren entwickelte sie ihre eigene Diät, die darauf abzielte, die Abwehrkräfte des Körpers zu stärken und die Nahrungsaufnahme zu verbessern. In der Schweiz wurde ihr Frühstück aus natürlichem Quark mit Getreide, Samen und Früchten populär. Doch zu dieser Zeit war die wissenschaftliche Gemeinschaft skeptisch gegenüber ihren Ergebnissen, obwohl heute viele europäische Ärzte ihre Ideen überdenken.
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