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Kulaev Ivan Vasilievich

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In der Geschichte unseres Vaterlandes sind die Namen vieler russischer Wohltäter und Mäzene in goldenen Buchstaben eingetragen. Unter ihnen sticht Ivan Vasilievich Kulaev hervor, ein Mensch mit einem hellen und erstaunlichen Schicksal. Er wurde 1857 im Gebiet Krasnojarsk in einer Familie von Leibeigenen geboren. Von klein auf half er seinem Vater im Haushalt und später begann er sein eigenes Geschäft. Zuerst trieb er Vieh aus Biysk, dann arbeitete er in Goldminen, aber diese Tätigkeiten brachten ihm keinen Reichtum. Alles änderte sich mit dem Beginn des Baus der Transsibirischen Eisenbahn. Kulaev erhielt den Auftrag für den Bau und die Wartung einiger Objekte und verdiente bald seine erste Million.

Ivan Vasilievich begann nicht, sein Geld gedankenlos auszugeben, sondern investierte es in neue Projekte. Dank seiner Bemühungen entstanden in Sibirien mehrere Dampfmühlen, eine Kupferschmelze und eine Brauerei, und es wurde ein Netzwerk von Lebensmittelgeschäften organisiert. Gleichzeitig engagierte sich Kulaev aktiv in der Wohltätigkeit. Zum Beispiel finanzierte er in seinem Heimatdorf den Bau einer Schule und einer Kirche und veranstaltete oft Geschenke für Kinder zu Feiertagen. Der Unternehmer lebte bescheiden und verbrachte die meiste Zeit in der Kaufmannsstadt Harbin, wo ihn die Nachricht von der Niederlage der Weißen erreichte. Bald erfuhr er von der Verstaatlichung seiner Unternehmen und Immobilien.

Doch das brach den Geist Kulaevs nicht. Als er die Notlage der russischen Emigranten sah, begann er, kostenlose Kantinen für sie zu organisieren, eröffnete Schulen und Krankenhäuser. Bedeutende Mittel schickte Ivan Vasilievich nach Frankreich, das zu dieser Zeit zum Zentrum der russischen Emigration geworden war. Wohltätigkeit war manchmal mit Lebensgefahr verbunden. Einmal wurde er von Banditen entführt und ein Lösegeld gefordert, aber Kulaev weigerte sich zu zahlen. Zum Glück ging alles gut: Ein Passant merkte sich die Nummer des Autos, und die Polizei fand Kulaev schnell. Später zog Ivan Vasilievich in die USA und gründete eine Wohltätigkeitsstiftung. So investierte er sein Kapital in die Hilfe für Bedürftige.

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