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Festung Orešek, militärischer und Gefängnisvorposten an der Ladoga

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Auf der Orzechow-Insel, am Ursprung der Newa aus dem Ladogasee, befindet sich die Festung Orešek, die 2023 ihr 700-jähriges Bestehen feiert. Die ersten Erwähnungen dieser Orte finden sich in den Novgoroder Chroniken von 1228, als der berühmte Handelsweg "Von den Wikingern zu den Griechen" an der Newa verlief. Die Festung wurde vom großen Fürsten Jurij von Nowgorod gegründet.

Heute ist Orešek ein bedeutendes Denkmal der Architektur und Geschichte. Die Festung nimmt fast die gesamte Insel ein und hat fünf Verteidigungsanlagen: vier runde Türme und einen viereckigen Torbau. Im nordöstlichen Teil befindet sich die Zitadelle mit drei Türmen, von denen nur einer erhalten geblieben ist. Die anderen sind zu Ruinen geworden.

Jeder Turm hatte seinen eigenen Namen und seine Funktion. Im Mühlenturm befand sich eine Mühle, und vom Glockenturm wurden Signale bei Gefahr gegeben. Hinter den Mauern der Festung befinden sich verschiedene Gebäude, von denen die meisten nicht im ursprünglichen Zustand erhalten sind. Hier kann man die Johanneskathedrale, die Gefängnisgebäude, das Neue Volkstumsgefängnis und das legendäre Geheimhaus sehen.

Im Mittelalter hatte die Festung strategische Bedeutung, da sie die Ländereien vor den Schweden schützte. Mit ihren massiven Mauern, die aus dem Wasser emporwuchsen, war die Festung nahezu uneinnehmbar, doch 1612 eroberten die Schweden sie nach einer langen Belagerung. Damals erhielt die Festung den Namen "Orešek", während die Schweden sie in "Noteburg", "Walnussstadt" umbenannten.

Während des Nordischen Krieges zu Beginn des 18. Jahrhunderts eroberte die Ladogaflotte unter dem Kommando von Peter dem Ersten die Festung zurück, nach der sie den Namen Schlüsselburg erhielt, "Stadt des Schlüssels". Dies wurde der erste Sieg Russlands im Nordischen Krieg, der den Weg zur Ostsee öffnete. 1798 wurde in der Festung das Geheimhaus, ein Gefängnis nach dem Entwurf von Peter Jurjewitsch, errichtet.

Die Schlüsselburg erhielt den Spitznamen "Russische Bastille". Hier wurden unliebsame Mitglieder der Romanow-Familie und missliebige öffentliche Persönlichkeiten festgehalten. Nach der Gründung von Kronstadt verlor die Festung ihre militärische Bedeutung und wurde zu einem Gefängnis für prominente Häftlinge, darunter der Zarewitsch Alexei und Mitglieder der Familie des Fürsten Dolgorukow.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Festung zum Ort der Inhaftierung für Seeleute und Dekabristen, wie Ivan Puschin und Wilhelm Küchelbecker. Die Zellen waren klein und düster, was bei den Gefangenen einen bedrückenden Eindruck hinterließ.

Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurden in die Schlüsselburg Todesurteile vollstreckt, und 1881 wurde auf Befehl von Alexander dem Dritten ein neues Gefängnis für Mitglieder der "Volkswillens"-Bewegung gebaut. Die Häftlinge kommunizierten durch die Wände mit Hilfe des Morsealphabets, doch dafür konnten sie in die Einzelhaft kommen. Das Gefängnis war mit modernen Annehmlichkeiten ausgestattet, aber die Gefangenen waren vollständig isoliert.

In der Schlüsselburg befand sich Johann VI. Antonowitsch, der 1764 ermordet wurde. Hier wurden auch fünf "zweite Märzrevolutionäre" hingerichtet. Der einzige erfolgreiche Ausbruch war der von Ivan Romashov, der bald gefasst wurde.

Seit 1907 wurden in der Festung Sozialrevolutionäre und Extremisten festgehalten. Unter ihnen war Alexander Uljanow, der Bruder von Lenin. Nikolai Morozov verbrachte hier über 20 Jahre und lernte in dieser Zeit 11 Sprachen und schrieb 26 Werke.

Nach der Februarrevolution wurden die Gefangenen befreit und die Gefängnisse verbrannt. In den frühen 1940er Jahren wurde die Festung als Lager genutzt und 500 Tage lang verteidigt. In den 1960er Jahren wurde hier ein Museum eingerichtet, das jetzt restauriert wird und für Besuche geöffnet ist.

Die Festung nimmt die gesamte Orzechow-Insel ein und hat die Form eines unregelmäßigen Siebenecks. Touristen können Denkmäler und Gedenkstätten sehen, die mit der Geschichte der Festung verbunden sind. In den Räumen der Festung sind Ausstellungen zu sehen, die von den Schicksalen der Gefangenen und Verteidiger erzählen.

Im Jahr 1702 sagte Peter der Erste über Orešek: "Dieser Walnussbaum war sehr grausam, aber Gott sei Dank, wurde er glücklich geknackt." Sogar die faschistischen Eroberer konnten ihn nicht "knacken". In den Türmen der Festung, so die Legenden, liegt das Geheimnis der Langlebigkeit. Politische Gefangene freundeten sich mit Sträflingen an und brachten ihnen das Lesen und Schreiben bei. Während des Krieges hielt die Festung den Beschuss dank des Heldentums der Verteidiger stand.

Heute finden auf der Insel interaktive Spiele und Führungen statt. Schüler können an lebendigen Geschichtsunterricht teilnehmen, Rüstungen anprobieren und das Speerwerfen lernen. Der Museumskomplex ist von Mai bis Oktober für Besuche geöffnet.

Geo-Punkt

Крепость Орешек, боевой и тюремный форпост на Ладоге

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