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Wladimir Kostenko

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Das Leben von Wladimir Kostenko war geprägt von einer Reihe von Höhen und Tiefen, heroischen Taten und bitteren Niederlagen. Doch das brach seinen Geist nicht, und er blieb ein würdiger Bürger seines Landes. Kostenko wurde 1881 in der Provinz Poltawa geboren und träumte schon in seiner Kindheit davon, Seemann zu werden. Sein Traum erfüllte sich nach dem Abschluss der Marineingenieurschule, als er auf das Schiff "Orjol" versetzt wurde. Dort verbesserte er das System zur schnellen Stabilisierung von Krängung und Differenz, was das Schiff während der Schlacht von Tsushima rettete, trotz mehr als hundert Treffern. Doch die gesamte Besatzung, einschließlich Kostenko, geriet in Gefangenschaft und wurde erst nach dem Ende des Russisch-Japanischen Krieges befreit.

Nach seiner weiteren Dienstzeit in der Marine widmete sich Kostenko dem Bau neuer Schiffe, darunter dem Kreuzer "Rjurik", der das größte in Russland wurde. Das Schiff wurde in England gebaut, und Kostenko war oft dort. In Belfast besuchte er die örtliche Werft, wo ihm die Pläne der "Titanic" gezeigt wurden, die als unsinkbar galt. Kostenko bemerkte jedoch, dass die wasserdichten Schotten Wasser bei Differenz durchlassen könnten, aber seine Warnungen wurden nicht beachtet. In der Nacht vom 14. auf den 15. April 1912 bestätigten sich seine Befürchtungen.

Nach seiner Rückkehr nach Russland arbeitete Kostenko bis Oktober 1918 als Hauptingenieur in den Nikolaev-Werften am Schwarzen Meer. Später, nachdem er viele Positionen gewechselt hatte, arbeitete er im Leningrader Schiffsbaubetrieb, bis er 1928 wegen "Sabotage" verhaftet wurde, da man ihn beschuldigte, die Kostenschätzungen für Schiffe überhöht zu haben. Nach seiner Freilassung ging er in den Fernen Osten und wurde einer der Gründer des Baus von Komsomolsk am Amur. Wladimir Kostenko starb 1956 im Alter von 74 Jahren.

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