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Karakol

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Die Stadt Karakol, früher bekannt als Prschewalsk, ist die viertgrößte Stadt Kirgisistans. Sie wurde am 1. Juli 1869 als militärisch-administratives Zentrum an der Karawanenstraße aus dem Tschu-Tal nach Kaschgar gegründet. Stabs-Kapitän Baron Kaulbars erhielt den Auftrag, einen geeigneten Ort für die neue Stadt zu finden.

Am 23. März 1889 wurde die Stadt Karakol auf Befehl von Zar Alexander III. in Prschewalsk umbenannt zu Ehren von Nikolai Michailowitsch Prschewalski, der in Karakol an Typhus starb, während er sich auf seine fünfte Reise vorbereitete. Seinem Wunsch entsprechend wurde er am Ufer des Issyk-Kul beigesetzt.

Die Stadt hatte einen strengen rechteckigen Grundriss, und jedem Bauherrn wurde vorgeschrieben, einen Garten und eine Allee vor dem Haus anzulegen. Bis 1887 wurden hier hauptsächlich Lehmhäuser gebaut, aber nach dem starken Erdbeben von 1887 wurden Holzhäuser mit geschnitzten Veranden errichtet, was der Stadt das Aussehen der mittleren russischen Region verlieh.

Prschewalsk hob sich unter den Städten Zentralasiens durch sein kulturelles Leben hervor. Von hier aus brachen Teilnehmer zahlreicher Expeditionen nach Zentralasien auf, darunter bekannte Wissenschaftler und Reisende. 1887 wurde hier die erste Wetterstation auf dem Gebiet des modernen Kirgisistans eröffnet, sowie die erste öffentliche Bibliothek. 1907 wurde auf Initiative von Stabs-Kapitän W. A. Pjanowski ein Pferdezuchtbetrieb gegründet.

Aus wirtschaftlicher Sicht entwickelte sich die Stadt als Handels- und Verwaltungszentrum des gesamten Prijssykul.

Geo-Punkt

Каракол

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