Der Besitzer der Wolga-Schiffbauwerke, Wassili Iwanowitsch Kalashnikov, wurde wegen seiner herausragenden Ingenieursfähigkeiten "der Mechaniker" genannt. Er konnte schnell die Ursache für den Schiffsschaden feststellen und ein neues Schiff entwerfen, trotz fehlender fachlicher Ausbildung, da er Autodidakt war. Der Sohn eines Kleinbürgers aus Uglitsch, begeisterte sich Wassili Iwanowitsch in seiner Jugend für Technik und begann mit 16 Jahren als Zeichner in Dampfschifffahrtsgesellschaften zu arbeiten.
Sein Talent zeigte sich besonders in den 1870er Jahren, als er im Nischni Nowgorod Schiffbauwerk arbeitete. Dort beschäftigte sich Kalashnikov mit der Modernisierung von Motoren und entwickelte einen energieeffizienten Kessel, was den Kraftstoffverbrauch ohne Verlust an Effizienz senkte. Später entwarf er eine Dampfmaschine für flache Flüsse und ein Gerät zur Vertiefung und Reinigung des Flussbettes. Die Leitung des Werks schätzte seine Erfindungsgabe sehr. In 14 Jahren baute er etwa 150 Dampfkessel und entwarf mehr als zehn neue Schiffe. Als in Russland der Ölboom begann, schuf Kalashnikov als Erster Tanker für den Transport von Kerosin auf der Wolga.
Später beschloss er, ein eigenes Geschäft zu eröffnen und gründete seine Werft, wo nach seinen Zeichnungen 4 Schlepper und das Feuerwehrschiff "Fürst Juri" gebaut wurden, auf das er besonders stolz war. Dieser "Retter" zeichnete sich durch hohe Geschwindigkeit und Leistung aus und konnte 13 Barken schleppen. Doch trotz seines Talents als Erfinder konnte Kalashnikov das Geschäft nicht führen und ging bald bankrott, woraufhin er als Ingenieur ins Werk zurückkehrte.
In der Folge nahm er an der Einrichtung der Wasserversorgung in Nischni Nowgorod teil und entwickelte ein Projekt für eine Standseilbahn, das jedoch nie realisiert wurde. Dennoch wurde Kalashnikov, bekannt als "der Mechaniker", zu Lebzeiten eine anerkannte Autorität in der Dampfschifffahrtsbranche.
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