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Kathedrale der Geburt der Heiligen Gottesmutter in Genitschesk

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Der Tempel hat die für christliche Gebäude traditionelle kreuzförmige Form. Über seinem geneigten Dach erhebt sich eine halbrunde Kuppel, und der Vorraum wird von einem zweigeschossigen Glockenturm mit goldenem Zeltdach geschmückt. Die Wände der Kirche der Geburt der Gottesmutter sind in Blau und Weiß gestrichen, die harmonisch mit dem blauen Farbton des Asowschen Meeres kombiniert sind.

Die Geschichte des Tempels ist untrennbar mit dem Namen des Alten Sozontij Iwanowitsch verbunden. Dieser ehemalige Kaufmann und Offizier, der am Krimkrieg teilnahm, wurde später zum Alten und hatte die Gabe der Vorhersehung. Zu der Zeit, als die Stadt noch aktiv bebaut wurde, sammelten sich auf ihren Müllhalden Berge von Baumaterialien. Eines Tages kam Sozontij zu einer Versammlung der Stadtverordneten und bat um ein Stück verwahrloseten Landes zur Errichtung eines Männerklosters. Ursprünglich stieß seine Idee auf Misstrauen, aber das Land wurde ihm dennoch zugeteilt. Sozontij grub sich eine Zelle, lebte als Einsiedler und sammelte Mittel für den Bau der Kirche. Bald wurde er von den orthodoxen Bewohnern der Stadt unterstützt, und am 21. September 1904, am Tag der Geburt der Gottesmutter, wurde der erste Stein für das Fundament der zukünftigen Kirche gelegt.

Der Bau wurde 1907 abgeschlossen, und ein Jahr später starb Sozontij Iwanowitsch und wurde in der Gruft der Kirche beigesetzt.

Genitschesk war bekannt für seine Meister des Glockenläutens, die an orthodoxen Feiertagen auf den Glockenturm stiegen, und über der Stadt ertönte der magische Klang, der sich in den Meeresgewässern widerspiegelte. Am Bau des Klosters beteiligten sich praktisch alle Bewohner von Genitschesk und den umliegenden Dörfern, indem sie Geld spendeten und Mehl, Gemüse und Getreide brachten. In der wasserarmen Steppenstadt, die gerade erst mit dem Bau begann, wurde die Kirche der Geburt der Gottesmutter zu einer wahren Oase. Am Fuße des Hügels befanden sich ein Schwimmbad, Blumenbeete, Gärten und ein Stall, und an der Spitze lagen der Tempel und die Speisehalle. Von der Kirche führte eine Allee, an beiden Seiten dufteten Rosen, und im Innenhof spazierten Pfauen mit Küken. In der kleinen Kapelle am Eingang, geschmückt mit Ikonen, brannte eine Lampe, und ein diensthabender Mönch las die Psalmen. Auf der anderen Seite des Eingangs waren in der Erde Zellen gegraben.

Während der Revolution und der Verfolgung von Priestern nahmen die Mönche Flüchtlinge auf und boten ihnen Zuflucht. Später, unter der sowjetischen Herrschaft, wurden die Räumlichkeiten des Klosters als Getreidespeicher genutzt, und das Grab von Sozontij wurde geschändet. Im Jahr 1941 wurden die Gottesdienste in der Kirche wieder aufgenommen, und die Messe wurde von Vater Konstantin geleitet. Er erzählte den Stadtbewohnern einmal von den Verbrechen der Kommunisten und der Vinnyzja-Tragödie, deren Zeuge er war: Er hatte die Ausgrabungen von Massengräbern gesehen, wo einige Menschen lebendig begraben wurden. Als Genitschesk 1944 von den sowjetischen Truppen befreit wurde, wurde Vater Konstantin auf Anzeige verhaftet, starb im Gefängnis und wurde später posthum rehabilitiert. Kurz nach seiner Verhaftung wurde die Kirche erneut geschlossen. In der sowjetischen Zeit wurden die Räumlichkeiten der Kirche als Lager genutzt, und später wurde dort ein Sportraum für die Polizei eingerichtet.

Erst 1989 wurde die Kirche der Geburt der Gottesmutter den Gläubigen zurückgegeben. Dank ihrer Spenden begannen die Restaurierungsarbeiten. Ein Jahr später wurde die Kuppel der Kirche in ihrem ursprünglichen Zustand wiederhergestellt.

Geo-Punkt

Кафедральный собор Рождества Пресвятой Богородицы в Геническе

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