Die Steinkirche wurde 1685 von den Gemeindemitgliedern erbaut. An dieser Stelle befand sich zuvor eine Holzkirche zu Ehren der Geburt der Gottesmutter mit einer Kapelle des Heiligen Nikolaus von Myra.
Im Jahr 1649 schlossen sich die Bewohner des Nikitskaja Dorfes der Gottesmutter-Geburtsgemeinde an. Sie wurden auf Befehl von Iwan Nikititsch Romanow aus dem verwüsteten Kaluga während der Wirren in das Handelsdorf Spasskoje (heute Kiewka) umgesiedelt. Auf Wunsch der neuen Gemeindemitglieder wurde die Kapelle des Heiligen Nikolaus durch die Kapelle des großen Märtyrers Nikita ersetzt, weshalb die Kirche den Namen Nikitskij erhielt. Nach dem Brand von 1754 wurde die Kirche 1755 wiederhergestellt. 1820 wurde eine Kapelle zu Ehren des Heiligen Johannes Chrysostomus hinzugefügt.
Die Kirche hatte einen massiven quadratischen Grundriss mit dekorativen Halbsäulen an den Ecken, Fensterumrahmungen, einem breiten Gesims und falschen Giebeln. Auf beiden Seiten des Altars, an den Seiteneingängen, wurden Galerien mit Säulen angelegt, jeweils mit zehn Säulen. Der Glockenturm war achteckig und vierstöckig. Die Nikitskij Kirche wurde als Denkmal der Architektur und Stadtplanung von lokaler Bedeutung anerkannt (Beschluss des Kaluger Oblastverwaltungsrates Nr. 35 vom 4. April 1991).
Von der Gründung des Kaluger Bistums bis zur Fertigstellung der Heilig-Dreifaltigkeits-Kathedrale von 1799 bis 1819 befand sich in dieser Kirche der Sitz der regierenden Kaluger Bischöfe. In der Kirche wurden mehrere alte Ikonen verehrt, darunter das Bild des großen Märtyrers Nikita (17. Jahrhundert).
Die Kirche wurde in den 1920er Jahren geschlossen. Zunächst wurde sie vom Militär als Lager genutzt. Im März 1929 wurden auf Vorschlag der Fraktion der VKP(b) im Stadtrat die oberen Etagen des Glockenturms und die zentrale Kuppel abgerissen, und die Kirche selbst wurde umgebaut. Ab 1939 befand sich im Gebäude das Kino „Pionier“. In den 1990er Jahren waren hier auch kommerzielle Strukturen untergebracht.
Seit 1993 hat das Bistum mehrfach um die Rückgabe der Kirche zur Wiederherstellung und Wiederaufnahme der Gottesdienste gebeten. Erst im Oktober 2004 wurde die Kirche durch einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung von Kaluga an das Kaluger Bistum übergeben.
Im Januar 2005 wurden die Restaurierungsarbeiten der Kirche dem Diakon Alexej Pelevin anvertraut.
Die Restaurierungsarbeiten begannen im April 2005. Vor Vater Alexej standen viele Aufgaben: Abbau der inneren Trennwände, Abtransport von Müll, Innenausbau der Räume, Fundamentverstärkung, Wiederherstellung der Kuppeln, Installation von Kreuzen und Kuppeln, Bau des Glockenturms, Erwerb von Kirchengeräten und die Gestaltung des Platzes neben der Kirche.
Zu Ostern 2005 wurde ein Kirchenladen eröffnet.
Am 28. September 2005 fand nach mehr als 80 Jahren die erste Gottesdienstfeier (Moleben mit Akathist) in der Nikitskij Kirche statt, die von Archimandrit Nikita (Ananiew) und Priester Alexej Pelevin geleitet wurde.
Am 18. Januar 2006 fand die erste Göttliche Liturgie statt.
Am Fest der Verkündigung 2009 ertönte der erste Glockenklang vom Glockenturm der Nikitskij Kirche.
In der Kirche gibt es eine geräumige orthodoxe Bibliothek, in der sowohl Erwachsene als auch Kinder zum Lesen zusammenkommen können. In ihren Räumen finden Konferenzen, orthodoxe Gespräche und Treffen statt. Der Bibliotheksbestand wird ständig mit neuen Büchern ergänzt.
Für die Gemeindemitglieder wurde eine Sonntagsschule organisiert. Der Unterricht ist sowohl für Kinder als auch für Erwachsene ausgelegt. Auf der Basis der Sonntagsschule funktioniert ein geistlich-aufklärerisches Zentrum.
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