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Das Grand-Hotel der Gubkins in Krasnodar

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In den späten 1860er Jahren kam Polikarp Gubkin aus Zentralrussland in die fruchtbaren Ländereien der Kuban. Er stammte aus einer Bauernfamilie, hatte jedoch Verstand und Weitblick.

Auf dem Sennmarkt eröffnete er einen Friseursalon mit dem Schild "Trishka, brishka und zavishka". Ein Schriftkundiger las das Schild, lachte und riet Polikarp, es verständlicher zu machen. Daraufhin engagierte Gubkin den bekannten Meister Jashka Krasnoglasov, der eine neue Inschrift entwarf: "Stritjё, britjё und zavitjё", ergänzt durch ein Bild eines Dandys mit eingedrehten Schnurrbärten. Das Schild zog Aufmerksamkeit auf sich, und der Salon erfreute sich großer Beliebtheit.

Gubkin, der kaum lesen und rechnen konnte, heiratete die gebildete Jekaterina Chovanskaja aus einem verarmten Adelsgeschlecht. Nach der Hochzeit gab er den Friseursalon auf und widmete sich dem Handel mit Lebensmittel- und Eisenwaren, indem er in die eigene Laden auf dem Neuen Markt zog.

Die Geschäfte liefen erfolgreich. Nach einigen Jahren begann er mit dem Bau eines zweigeschossigen Ziegelhauses. Im Sommer 1886 erschien in der Zeitung eine Anzeige für die Vermietung von möblierten Zimmern im Hof der Gubkins. Für Gäste mit Pferden waren Kutschenunterstände und Scheunen vorgesehen.

Die Zimmer waren gefragt, und bald verlegte Gubkin seinen Handel in das neue Gebäude am Sobornaya-Platz. Die Bogarsukovs hatten einen Konkurrenten. Zwischen den Hotels "Zentral" und "Grand-Hotel" der Gubkins lag ein kleiner Raum, der nach langen Verhandlungen Gubkin zugesprochen wurde.

Nach seinem Tod baute Jekaterina das "Grand-Hotel" fertig und schmückte es mit reichem Stuck und einem Türmchen. Die Bogarsukovs, beeindruckt von dem Luxus des Hotels, beschlossen, es zu übertreffen. In den Jahren 1909-1910 wurde das umgebaute Hotel "Zentral" das schönste in Jekaterinodar.

Jekaterina Gubkina errichtete eine Konservenfabrik anstelle der ehemaligen Kutschenunterstände. Doch der Erste Weltkrieg und der Bürgerkrieg störten ihr Leben. 1917 wurde das "Grand-Hotel" für die Bedürfnisse des Komitees beschlagnahmt und anschließend als Gefängnis genutzt.

Nach dem Machtwechsel verlor Jekaterina alles und floh vor den Bolschewiken, wobei sie nur Erinnerungen hinterließ. Doch das ehemalige "Grand-Hotel", heute restauriert, schmückt weiterhin die Stadt. Jetzt befinden sich darin die Säle zur Geschichte der Kuban im Krasnodar Museum-Reservat namens E.D. Felitsyn.

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«Гранд-отель» Губкиных в Краснодаре

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