Die Geschichte der Bebauung des Grundstücks, auf dem sich das Herrenhaus befindet, beginnt im 17. Jahrhundert. Damals wurden vermutlich die Paläste errichtet, die die Grundlage des Hauptgebäudes bildeten. 1751 war der Besitzer des Landes mit den Gebäuden der Kollegialassessor I. T. Rachmanow. Unter ihm wurde das Grundstück bedingt in zwei Teile geteilt, von denen jeder einen eigenständigen Komplex darstellte. Später, in den Jahren 1756 und 1764, wird der Kapitän der Flotte I. L. Buchwostow als Eigentümer erwähnt. 1778 wurde S. S. Sulima neuer Besitzer, der die zuvor unabhängigen Grundstücke vereinte.
Fast das gesamte 19. Jahrhundert, von 1809 bis 1872, gehörte das Anwesen der alten Kaufmannsfamilie Kotow. Das Anwesen bestand aus einem zweigeschossigen steinernen Hauptgebäude mit einem westlichen Dienstflügel und einem zweigeschossigen steinernen Seitengebäude, an das im Osten ein kleines hölzernes Wirtschaftsgebäude angrenzte. Hinter dem Hauptgebäude befand sich ein langer Wirtschaftsflügel, und im hinteren Teil des Grundstücks lag ein Garten mit einem Pavillon.
Während des Brandes von 1812 überstand das Hauptgebäude, aber die anderen Gebäude wurden stark beschädigt. Vor dem Einmarsch der Franzosen, am 1. September 1812, fuhren die Kotows nach Jaroslawl und kehrten erst Ende des Jahres nach Moskau zurück. Nach ihrer Rückkehr wurde das Hauptgebäude rekonstruiert und erhielt ein neues Zwischengeschoss. In den 1860er Jahren wurde das Gebäude erneut umgebaut, wobei Rhythmus und Anzahl der Fenster verändert wurden.
1872 kaufte der bekannte Moskauer Industrielle deutscher Herkunft Gustav Ivanowitsch List das Eigentum der Kotows. Seine Fabrik in der Petrowskaja, die Brandschutzgeräte herstellte, brannte 1870 nieder. Dies veranlasste ihn, ein neues Grundstück zu erwerben und die Produktion wieder aufzunehmen. Der neue Sofiysche Maschinenbau eröffnete im Mai 1874. In den 1870er Jahren begann auf Anordnung von List der Bau neuer Fabrikgebäude auf dem ehemaligen Anwesen der Kotows. Das Hauptgebäude und das Seitengebäude blieben erhalten, aber die Wirtschaftsgebäude des Anwesens wurden nach und nach abgerissen. An ihrer Stelle und an der Stelle des Gartens entstanden Fabrikgebäude. Damals wurden auch eiserne Skulpturen von Meistern: einem Schmied und einem Gießer an den Pfeilern der Eingangstore installiert.
Nach 1917 wurde der Sofiysche Maschinenbau nationalisiert und erhielt neue Namen: Werk Nr. 8, „Hydrofilter“, „Rote Fackel“, VNIIG „Kholodmash“.
Das Hauptanwesen, das in der sowjetischen Zeit erhalten blieb, wurde als Objekt des kulturellen Erbes anerkannt. Derzeit führt die LLC „Mitten“ eine Rekonstruktion der Gebäude unter Erhaltung des historischen Erscheinungsbildes der Fassaden durch.
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