← Zum Feed · Karte

Mikhail Glinka

Фото 1
Mikhail Glinka wurde im Dorf Novospasskoye in der Provinz Smolensk geboren. Sofort nach der Geburt wurde er von seiner Großmutter zur Erziehung übernommen, die ihren Enkel sehr verwöhnte. Glinka ging selten nach draußen und zog es vor, mit Kreide auf dem Boden zu zeichnen und auf Kupfertöpfen zu klopfen, um das Glockenläuten zu imitieren. Auf ihn achtete die Nanny Avdotya Ivanovna, die oft russische Volkslieder sang und Märchen und Epen erzählte.

Die wichtigsten Eindrücke seiner Kindheit waren für Mikhail Glinka die russischen Lieder und das Leibeigenen-Orchester seines Onkels, das er besonders liebte. In diesem Orchester spielte er Flöte und Geige und wurde später Dirigent.

Ab 1817 studierte Glinka im Adelsinternat am pädagogischen Institut in St. Petersburg. Nach seinem Abschluss widmete er sich ganz der Musik und schuf seine ersten Werke.

Glinka erhielt Klavierunterricht bei J. Field und S. Meyer, Gesangs- und Geigenunterricht. Er besuchte oft Theater und musikalische Abende, spielte vierhändig mit den Brüdern Vielgorisky und A. Varlamov und begann, Romanzen und instrumentale Stücke zu komponieren. 1825 erschien sein Meisterwerk der russischen Vokallyrik, die Romanze „Не искушай“ nach Gedichten von E. Baratynsky.

Glinka arbeitete fleißig an der Oper „Ivan Susanin“, deren Premiere 1836 im Bolschoi-Theater in St. Petersburg großen Erfolg hatte. Die Premiere der nächsten Oper „Ruslan und Lyudmila“ im Jahr 1842 erregte jedoch nicht so viel Begeisterung. Die Kritik drängte den Komponisten zur Ausreise ins Ausland: Er reiste nach Frankreich und Spanien und kehrte erst 1847 nach Russland zurück.

In Paris fand ein Konzert mit Werken von Glinka großen Anklang. Er schrieb: „Ich bin der erste russische Komponist, der das Pariser Publikum mit meinem Namen und meinen in Russland und für Russland geschaffenen Werken bekannt gemacht hat.“ Die spanischen Eindrücke inspirierten ihn zur Schaffung der symphonischen Stücke „Aragonesische Hota“ (1845) und „Erinnerung an eine Sommernacht in Madrid“ (1848-51). 1848 erschien auch die berühmte „Kamarinskaya“, eine Fantasie über Themen zweier russischer Lieder.

Seit 1851 unterrichtete Glinka in St. Petersburg Gesang und bereitete Opern vor, wodurch er Einfluss auf die Entwicklung der russischen klassischen Musik ausübte.

1856 zog er nach Berlin, wo er am 15. Februar 1857 starb. Der Komponist wurde auf dem lutherischen Dreifaltigkeitsfriedhof beigesetzt, und später wurden seine Überreste nach St. Petersburg überführt und dort erneut beigesetzt.

Glinka schuf etwa 20 Lieder und Romanzen, schrieb 6 symphonische und mehrere kammermusikalische Werke sowie zwei Opern.

Kommentare