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Erzja Stepan Dmitrijewitsch

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Im November 1876 wurde in der Familie des Burschik Dmitrij Iwanowitsch Nefedow ein Sohn namens Stepan geboren, der ein bekannter Künstler und Bildhauer wurde. Sein Heimatdorf Baewo lag in der Provinz Simbirsk, heute ist es der Ardatowski Bezirk der Republik Mordwinien. Das Pseudonym des Bildhauers ist mit einer der ethnischen Gruppen des mordwinischen Volkes verbunden, aber er schrieb es mit einem weichen "r" und sprach es ebenfalls weich aus. In seinen Arbeiten wandte er sich oft den Bildern von Menschen aus seiner Heimat zu und vermittelte deren Charaktere und Sitten, die unter den Bedingungen des bäuerlichen Lebens in Russland entstanden.

Das Schaffen dieses Meisters zeichnet sich durch hohen Psychologismus, Poetizität und besondere Plastizität aus. Stepan Dmitrijewitsch arbeitete hauptsächlich mit Holz, Marmor und Zement und fühlte die Eigenschaften der Materialien feinfühlig und entblößte sie. Er verwandelte geschickt scheinbar ungeeignete und schwere Texturen in elegante Formen. Seine Bilder waren immer ausdrucksvoll und lebendig, weshalb er oft als "russischer Rodin" bezeichnet wurde.

Nach dem Abschluss der kirchlichen Grundschule im Dorf Altyschewo arbeitete Stepan Dmitrijewitsch in Werkstätten für Ikonenmalerei und studierte dann an der Schule für Malerei, Bildhauerei und Architektur. 1907 ging er zum Studieren nach Italien und dann nach Frankreich, wo sein Schaffen thematisch vielfältiger und tiefere plastische und psychologische Forschungen erfuhr.

Nach seiner Rückkehr nach Russland nahm Nefedow aktiv an der Umsetzung des Plans der leninistischen Propaganda teil, indem er Bilder von Arbeitern und Revolutionären sowie Skulpturen von Persönlichkeiten der Literatur und Kunst schuf.

1926 reiste er mit einer Ausstellung seiner Werke nach Frankreich und dann nach Argentinien, wo er mehr als 20 Jahre lebte und seine besten Werke schuf. Dort entdeckte er südamerikanische Holzarten wie Quebracho und Algarrobo. Doch die Sehnsucht nach der Heimat ließ ihn nicht los, und 1950 kehrte er nach Russland zurück.

Heute werden die Werke Stepans Erzja in großen Museen Russlands sowie in Museen und privaten Sammlungen im Ausland aufbewahrt: in Argentinien, Großbritannien, Frankreich und Italien.

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